Corporate Blog: Mehr als die neue Art der Kundenzeitschrift
Am Mittwoch 8 Juli 2009 von Thomas

Corporate Blog: Unternehmen personalisieren
Zielgruppen erschließen, Suchmaschinen füttern, Kompetenz ausstrahlen: Mit einem eigenen Blog können Unternehmen effizient und effektiv ihren Marken- und Marktwert steigern. Textberater.com zeigt in einem Top-Thema, wie es geht, wer es gut macht und wer nicht.
Weblogs bieten ein noch kaum erschlossenes Potenzial für Marketing und PR. Das geht aus einer Studie von Berlecon Research hervor. Unter dem Titel “Weblogs in Marketing und PR” erschienen, belegt die Studie außerdem, dass die Zahl der Blogs monatlich um 15 Prozent steigt.
Blogs sind die andere Art der Werbung
Doch das Potenzial eines Blogs entfaltet sich laut Berlecon erst, wenn sich Corporate Blogs von platter Werbung abheben. Blogger lassen sich nämlich nicht gerne hinters Licht führen. Gekaufte Beiträge in scheinbaren Fremdpublikationen werden schnell entlarvt. Und spricht sich die verpönte Schleichwerbung erstmal herum, ist die Glaubwürdigkeit eines Blogs schwer beschädigt, vielleicht sogar zerstört.
Gefragt sind authentische Beiträge, die Ehrlichkeit und Offenheit signalisieren. All diese Eigenschaften besitzt die eigene Internet-Publikation.
Marketing ohne Maulkorb: Frosta-Marketing-Leiter Felix Ahlers im Interview
Dialog und inhaltlicher Nachschub gefällt den Suchmaschinen
Die Vorteile einer Internet-Publikation, Blog oder Magazin, liegen neben inhaltlicher Aufwertung der eigenen Internet-Präsenz auch in den Eigenschaften des Internet begründet.
So können Sie beispielsweise schnell und langfristig eine Zielgruppe ansprechen, die sich für ihre Themen interessiert. Und beim Lesen und Schauen fängt das Interesse der Kunden erst an. Vielfältige Dialogmöglichkeiten erschließen sich. So können Leser und Nutzer einerseits mit Ihnen in Kontakt treten. Andererseits eignen sich Kommentar- und Foren-Funktionen auch für den Austausch innerhalb der Zielgruppe.
Und reger Nachschub an Inhalt signalisiert den Suchmaschinen, dass hier relevante Themen behandelt werden. Das werden sie allerdings nur bei entsprechender Pflege des Blogs.
Mutig sein oder lieber ein Magazin publizieren
Entscheidet sich ein Unternehmen zum Blogger, so ist Mut gefragt. Die teils unverblümten und mitunter sarkastischen Kommentare der Nutzer gehören zum Bloggen genauso wie eine eigene, der lockeren Kommunikation im Internet angepasste Sprache.
Außerdem ist ein gewisser Grad an Personalisierung unerlässlich. Nutzer und Kunden wollen wissen, mit wem sie es in einem Blog zu tun haben.
Wem diese raubeinigen Eigenschaften des Blogs nicht so recht zusagen, dem bleibt eine interessante Alternative: Das Online Magazin.
Technisch unterscheidet sich ein Online-Magazin kaum von einem Blog. Aber inhaltlich geht es hier mehr um die Ausstrahlung von Kompetenz. Die Beiträge wirken journalistischer, die Aufmachung der Seite ist vielleicht edler. Nicht jeder Kommentar muss auch veröffentlicht werden. Kurz: Es gelten gesittetere Regeln als in der Blog-Welt.
Beispiel eines gelungenen Blogs:
Der Blog, der als Versand-Apotheke gestarteten und jetzt als Kette in Deutschland etablierten Docmorris. Grund 1: Themen interessieren die Leute (bislang 67 teils kritische Kommentare für einen Artikel zum Thema Sicherheit beim Pillenkauf http://www.docmorris-blog.de/2008/06/14/sicher-genauso-sicher/#comments . Grund 2: Der Geschäftsführer Ralf Däinghaus tritt mit Bild in Erscheinung, auch wenn er sicherlich nicht alle Beiträge eigenhändig schreibt.
Beispiel eines schlechten Blogs:
Blog eines Shopping-Clubs, auf den man auch nur mit Anmeldung zugreifen kann. http://de.vente-privee.com/BLOG
Kritik: Der Blog ist nicht öffentlich, sondern nur für Mitglieder. Die Beiträge gehen über eine Selbstbeweihräucherung nicht hinaus (Wie die zweifelsfrei schöne Startseite des Shopping-Clubs entstanden ist, zählen wir mal nicht als das Top-Thema, das die Kunden interessiert). Und die erlaubten Kommentare sind dermaßen wohlwollend, dass dort entweder hausintern kommentiert wird, oder der Filter kritischer Kommentare ist einfach zu streng. Alles in allem wirkt diese Publikation für einen Blog zu unehrlich.
Beispiel eines guten Online-Magazins:
drweb.de, das Magazin für Seitenbetreiber, ist eine von mehreren Publikationen der Commindo Media und zeigt die Kompetenz der Agentur. Dabei erreicht die Publikation zweifelsfrei eine interessierte Zielgruppe. Das sieht der geneigte Nutzer bereits an den zahlreichen Kommentaren. Und der Analytiker schaut bei Seitwert.de und sieht: 68 von 100 möglichen Punkten für technisch optimale Umsetzung und relevante Inhalte. Zum Vergleich: Spiegel.de erreicht auch „nur“ 77 von möglichen 100 Punkten (Stand Juni 2009).
Schlagworte: Blogs, Experten & Wissen, Internet Marketing, nachhaltige Kommunikation, Online-PR, Suchmaschinenoptimierung
Kommentieren ist momentan nicht möglich.
