Der Trend geht zum Gucken

Medienmanagement: Relevanz steigern durch mediales Angebot

Am Donnerstag 9 Juli 2009 von Thomas

Angebot schafft Nachfrage: Medien kombinieren

Angebot schafft Nachfrage: Medien kombinieren

Medienmanager sind Generalisten, sagt Ludwig Hilmer in seiner wissenschaftlichen Einführung „Medienmanagement – ein dynamisches Berufsbild.“ Was ist Medien-Management, welchen Nutzen bringt es, und wie vernetzt man Marktforschung, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit zu einem sinnvollen Paket? Die Antworten gibt Textberater.com in einem Top-Thema.

Klingt gut, innovativ und gebildet: Medienmanagement ist in aller Munde. Seit einigen Jahren sogar als Studiengang angeboten, werben vor allem Agenturen aus dem Bereich Kommunikation mit dem schillernden Begriff.

Der Kern des Medienmanagements liegt in der Vernetzung. Marktforschung, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung, Medienberatung, Redaktion, Medienforschung und -planung, Consulting, Medienarbeit bis hin zu E-Commerce und E-Government fallen ins Interesse des Medienmanagers.

Letztlich geht es um die bewusste Gestaltung von Öffentlichkeit, Meinung und Image. Die Medien-Nutzung streut immer stärker über die verschiedenen Publikationsformen – Bücher, Zeitschriften, Online, Fernsehen. Und es wird immer schwieriger eine bestimmte Zielgruppe über ein Medium alleine anzusprechen.

Führte man beispielsweise in den 90ern eine gezielte Fernsehkampagne durch, konnte man davon ausgehen, dass unter den Zuschauern auch die Mehrzahl der potenziell interessierten Adressaten saß. Das hat sich inzwischen geändert, wie unlängst eine Studie der Buchhandels-Verbände ergab.

Die Adressaten sind verstreut

Insgesamt verbringen die Menschen demnach mehr als zehn Stunden täglich mit Massenmedien. 31 Prozent der insgesamt 1.730 Befragten gaben an, dass sie auf das Internet nicht mehr verzichten können. Das Fernsehen wollen insgesamt 25 Prozent nicht missen, damit ist es das zweitbedeutendste Medium. 17 Prozent gaben an, dass sie am wenigsten auf Bücher verzichten können. Unter den Befragten gibt es auch eine nicht unbedeutende Gruppe unverbesserlicher Zeitungs-Leser (11 Prozent).

Die Herausforderung des Medienmanagements liegt nun darin, ein Paket zu schnüren, das einen Inhalt für jeden nutzbar macht – vom Zeitungs-Leser bis zum Fernseh-Junkie. Die Schlüsselposition im Rennen um den Empfänger erhält damit das Internet. Lesen, Schauen, Hören – seit Breitband wird die volle Bandbreite von Medien digital verfügbar.

Der Trend geht zum Gucken

Und der Trend ist klar: Internet ist weniger Lesen und mehr Gucken. Bewegte Bilder faszinieren, informieren und unterhalten auf entspannte Art. So erklärt sich auch der Ausbau der Video-Angebote seitens der Internet-Medien. Nachrichten-Agenturen erlösen bis zu 30 Prozent ihres Umsatzes aus dem Verkauf von Multimedia-Angeboten und Nachrichten-Videos.

Und auch die Suchmaschinen reagieren. Zur Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten wurden die Wahlkampf-Videos der Kandidaten erstmals von Google auf ihren Wortlaut hin untersucht. Das bedeutet: Suchte ein Nutzer nach einem bestimmten Begriff oder nach einer bestimmten Phrase wie beispielsweise Yes We Can, fand er nicht allein die Videos. Er wurde von der Suchmaschine sogar an den Punkt des Films geführt, in dem der gesuchte Begriff fiel.

Sollte diese Technik endlich Youtube, Myspace, MyVideo oder andere Communities erreichen, wird sich das Thema Suchmaschinen-Optimierung zwangsläufig dem Bewegtbild annehmen.

Relevanz durch mediales Angebot

Auch für die gezielte Arbeit mit Medien ist das von Bedeutung. Pressemitteilungen, Konferenzen und Treffen sind für Medien auch dann interessant, wenn dabei für den Nutzer unterhaltsame Inhalte entstehen.

Ein Beispiel: Vertreter eines deutschen Hardware-Herstellers sorgten mit einer handvoll Fotos ungewollt für Schlagzeilen. Auf einer Geschäftsreise in China fotografierten sie nämlich Kopien des damals noch in den Markt einzuführenden iPhone von Apple.

Eine Chinesische Kopie sollte eigentlich keine Schlagzeile Wert sein. War sie aber, denn mit der Meldung schwirrten auch ein paar verwackelte Bilder durchs Netz. Die Geschichte bekam dadurch ein völlig neue Relevanz und lief tagelang auf Spiegel Online als eine der meistgelesenen Artikel.

Angebot streuen, Aufmerksamkeit bündeln

Die Kombination aus gedrucktem Wort, versendeter Pressemitteilung und einem kleinen Youtube-Video garantiert noch keine Schlagzeile bei einem führenden Massenmedium. Aber die nachhaltige Kommunikation mit einem breiten medialen Angebot sorgt für nachhaltiges Interesse.

Der Tipp:
- Vernetzen Sie Inhalte in verschiedenen Medien: Pressemitteilung, E-Mail-Benachrichtigung, Video-Clips, interaktive Grafiken, knackige Bilder, E-Commerce und Service-Informationen.

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1 Kommentar zu “Medienmanagement: Relevanz steigern durch mediales Angebot”

  1. Medienmanagement: Relevanz steigern durch mediales Angebot …

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