Online Marketing
Erfolgreiche Newsletter: Lassen Sie es den Profi machen
Am Mittwoch 15 Juli 2009 von Thomas

Email-Marketing verspricht messbare Erfolge
Kunden auf dem Laufenden halten, das eigene Image pflegen, den Verkauf fördern – mit einem guten Newsletter stellt sich auch der Erfolg ein. Wenn es so nur leicht wäre, wie es aussieht. Textberater.com gibt eine Einführung mit guten und schlechten Beispielen.
Märkte sind Gespräche, ist die These des Cluetrain Manifesto. Drei US-amerikanischer Experten für Marketing und PR sagen darin, worauf es bei einem guten Newsletter ankommt: Der Inhalt und die Stimme, mit der das Unternehmen spricht.
Inhalt, Inhalt, Inhalt
Professionelle Newsletter sind vor allem von Inhalten geprägt und weniger von dem multimedialen Schnickschnack der Verpackung. Das ist die These des Buchs von Karina Matejcek: Professionelle Newsletter. PR und Marketing per E-Mail. Redline Wirtschaft, Heidelberg 2005. 96 Seiten, 10 Euro.
Verkaufen Sie online Produkte, produzieren sie regelmäßig für ihren Kunden interessante Neuigkeiten, brauchen Sie ein Werkzeug, um regelmäßig im Kontakt mit ihrer Zielgruppe zu bleiben, oder wollen sie Kompetenz ausstrahlen? Können Sie eine dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, dann sind Sie ein Kandidat für einen Newsletter.
Nutzen eines Newsletters
Der Kunden-Newsletter macht Sie in neuen Märkten bekannt. Er weckt bei den Adressaten Bedarf an Ihren Produkten. Und auch der Aufwand ihrer Verkäufer bei der Kundenakquisition sinkt.
Business und Endkunden werden je nach Ausrichtung ihres Newsletters ideal angesprochen. Ihre Kunden erfahren aus erster Hand, welche neuen Produkte Sie anbieten.
Informieren sie mit nützlichen Meldungen und sie werden im Gespräch bleiben. So schaffte es beispielsweise die DZ Equity Partner mit einem sehr speziellen Thema (Private Equity und Unternehmens-Finanzierung) über lehrreiche und unterhaltsame Artikel in ihrem „Infoletter“ ihre Tätigkeit umfassend zu erklären.
Lohn der Mühe: Wenn ein Unternehmen nach einer der Finanzierungs-Formen sucht oder noch gar nicht weiß, welche Finanzierung infrage kommt, kann es sich erstklassig selbst informieren. Außerdem strahlt die regelmäßige Publikation eine seriöse Kompetenz aus bei entsprechender Offenheit – ein Alleinstellungs-Merkmal in der Equity-Branche.
Für eine vergleichbare Wirkung hätte die DZ Equity vermutlich tausende Hochglanzmagazine zum Thema verteilen müssen. Ja, auch der Kostenfaktor spricht für einen Newsletter. Allein die Druck- und Verteilungs-Kosten entfallen.
Die Mischung macht’s
Zweifelsohne: Wollen Sie Produkte in ihrem Newsletter verkaufen, kommen Sie ungezwungen auf den Punkt. Aber wenn Sie den Newsletter auch für Ihren Kompetenz-Gewinn und nachhaltigen Kontakt zu Geschäfts-Kunden nutzen wollen, brauchen Sie ein redaktionelles Konzept.
Welche Themen können Sie regelmäßig bedienen? Wie schaffen Sie interessanten Inhalt ran? Wie umfangreich soll der Newsletter werden? Die wichtigsten Kernpunkte für relevanten Inhalt sind erfüllt, wenn:
- Die Meldungen Lösungen aus Kunden- oder Empfängersicht anbieten
- Tipps und Tricks für die tägliche Arbeit angeboten werden
- Tolle Gelegenheiten geboten werden (Rabatt-Aktionen, exklusive Editionen von Produkten)
- Unterhaltung nicht zu kurz kommt. Unterschätzen Sie nicht den Bedarf an Klatsch und Tratsch.
Setzen Sie auf professionelle Unterstützung
Ohne professionellen Rat und wahrscheinlich auch Unterstützung wird die Konzeption eine guten Newsletters nicht leicht. Trotzdem hier noch ein paar Tipps zum Selbermachen:
- Setzen Sie auf wertvollen Inhalt statt teuren Hochglanz
- Versenden Sie regelmäßig, dem Inhalt ihrer Botschaft angemessen häufig
- Sprechen Sie den Kunden möglichst persönlich an
- Lassen Sie den Kunden auswählen, welche Themen ihn interessieren
- Versenden Sie mit einem professionellen Dienstleister, um nicht als Spamer gebrandmarkt zu werden
- Verlinken Sie aus dem Newsletter auf ihre Seiten
- Schreiben Sie jedes Mal ein Editorial, ein Vorwort, in dem Sie die wichtigsten Themen ansprechen
- Verändern Sie den Betreff des Newsletters je nach Neuigkeits-Gehalt
- Sorgen Sie für einen Vorteil, der durch das Lesen des Newsletters entsteht
- Messen Sie Öffnungs-Raten und Verkaufs-Erfolge und entwickeln Sie damit ihren Newsletter weiter
- Denken Sie daran, dass der Newsletter auch ohne Bilder verständlich sein muss, weil manche Mailprogramme die Bilder ausfiltern
Best und Worst Practice
Ein wirklich erstklassiger Newsletter kommt von Kress.de, der Mediendienst überzeugt mit einem täglich frisch und locker geschriebenen Brief über Klatsch und Tratsch aus der Branche. Vor allem der Betreff erzeugt schon vor dem Öffnen eine kunstvoll herbeigeführte Spannung beim Leser.
Nicht so gut ist (wir kennen nicht die Öffnungs-, Lese- und Verkaufs-Raten, aber spekulieren einfach mal) der Newsletter des Reiseveranstalters Germanwings. Grafisch überladen und immer mit den gleichen, falschen Versprechen im Betreff. Was soll der geneigte Leser mit 1.000 Schnäppchen jede Woche anfangen? Vor allem, wenn er mit einem Mausklick den gleichen und mitunter günstigeren Preis bei der Konkurrenz bekommt.
Schlagworte: Internet Marketing, Online Marketing, Vertrieb
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