+++Anzeige+++
Nichtraucher werden und bleiben: Neue Methode nutzt Psychologie
Am Freitag 12 August 2011 von ThomasNichtraucher werden ist eine Frage der Motivation. Im Prinzip ist es leicht: Zigaretten weg und durchhalten. Warum so viele Menschen daran scheitern: Praktisch entsteht ein scheinbar unlösbares Problem: „Wie halte ich durch“, fragen sich viele frischgebackene Nichtraucher. Dazu hat ein Freiburger Psychologe eine neue Antwort gefunden.
Und genau das ist die Frage. Nicht jeder ist mit einer Extraportion Durchhaltevermögen geboren worden. Und nur wenige sind in der Lage, allein mit Willensstärke vom einen auf den anderen Tag mit dem Rauchen dauerhaft aufzuhören. Woran liegt das? Eine Erklärung:
In der Psychologie entstand um die Jahrtausendwende eine neue Methode, die sich PSI-Theorie nennt. Sie erklärt Motivation und Handeln mit einem vergleichsweise komplexen Modell.
Einerseits gibt es verschiedene Motivationstypen. Die Palette der Typen ist breit. Auf der einen Seite stehen die Menschen, die sich mit positiven Zielvorgaben sehr gut motivieren können und bei denen Belohnung beispielsweise ein guter Antrieb ist.
Auf der anderen Seite gibt es Motivationstypen, die Ziele vor allem dann gut erreichen, wenn sie sich die Konsequenzen klar machen, wenn sie es nicht schaffen. Zwischen den Extremen gibt es viele Schattierungen. Die einen brauchen starke und bildhafte Vorstellungen. Andere brauchen rationale Argumente.
Auf der zweiten Ebene der PSI-Theorie geht’s um die Fähigkeit zur Selbstregulation. Damit ist die Fähigkeit gemeint, die darüber bestimmt, wie gut ein Mensch sein Verhalten steuern kann. Dabei geht es um bewusstes, aber auch um unbewusstes Verhalten – Affekte, Emotionen usw.
Persönlichkeit entscheidend für den Weg zum Nichtraucher
Letztlich werden die beiden Ebenen, die Motivationstypologie und die Ausprägung der Selbstregulationskompetenz, bei der PSI-Theorie zu einem Gesamtmodell verknüpft. Je nach Mischung aus Ebene 1 und 2 entsteht also eine Typologie mit vielen Ausprägungen.
Warum sollte diese psychologische Analyse beim Nichtraucher werden wichtig sein? Die Antwort liegt auf der Hand: Rauchentwöhnung ist vor allem Kopfsache. Man will ein Ziel erreichen und mobilisiert die eigenen psychischen Kraftquellen. Diese Kraftquellen muss man dazu aber erst kennen. Klar, mit steigendem Alter lernt man die eigene Persönlichkeit immer besser einzuschätzen.
Doch viele Kräfte wirken im Verborgenen. Sie sind uns teilweise nicht bewusst. Mit einem psychologischen Test kann man die eigene Psyche gut analysieren – so geschieht das auch bei der MOVE-Methode.
Die MOVE-Methode ist die bislang erste und einzige Nichtrauchermethode, die sich der PSI-Theorie bedient. Die Erklärungskraft des psychologischen Tests reicht weit über das hinaus, was man vielleicht aus Zeitschriften oder aus anderen Psychotests kennt. Insgesamt 88 Fragen gehen der Motivation und der Selbstregulation des Rauchers auf den Grund.
Anhand der Test-Ergebnisse wird dann ein speziell auf die Persönlichkeit des Rauchers zugeschnittene Entwöhnungsmethode zusammengestellt. Dazu gibt’s auch eine Audio-Hilfe zum Download, die mit dem jeweiligen Nichtraucherprogramm zusammenarbeitet.
Einfache Anwendung der Nichtrauchermethode
Warum sollte Nichtraucher werden so kompliziert sein? Nun, kompliziert ist nur die Theorie. Die Anwendung der Methode bedarf keines psychologischen Fachwissens. Alles läuft bequem übers Internet. Die Fragen und die Anleitungen sind einfach gehalten und für jeden verständlich und handhabbar.
Kompliziert wird es aber trotzdem, und zwar immer dann, wenn der Noch-Raucher mit einer falschen Methode scheitert und seine Sucht nicht bezwingen kann. Jeder gescheiterte Versuch, sich das Rauchen abzugewöhnen, hinterlässt eine Erinnerung im Unterbewusstsein. Das ist richtig tricky. Denn bewusst ist diese Erinnerung logischer Weise nicht. Man kann sie auch nicht einfach löschen. Aber bei jedem neuen Versuch meldet sich die Erinnerung unbewusst. Und die gelernte Lektion ist fatal: „Ich schaff das nicht“.
Die Wahrscheinlichkeit, mit einer herkömmlichen Methode zu scheitern, ist relativ groß. Dauerhaft vom Rauchen loskommen schafft selbst bei den bekannten und lang erprobten Entwöhnungsprogrammen nur ein Bruchteil der Anwender. Bei den Meisten verpufft der Effekt der Anwendung nach kurzer Zeit und sie werden rückfällig.
Der Grund dafür: Herkömmliche Rauchentwöhnungsmethoden lassen die individuelle Psyche des Anwenders außer Acht. Das ist so, als würde ein Koch behaupten, er habe das Rezept gefunden, das allen Menschen gleich gut schmeckt. Die herkömmlichen Methoden können in der Regel immer nur für jene Menschen funktionieren, die zufällig oder intuitiv zu einem Programm gegriffen haben, das zu ihrer Persönlichkeit und ihrem psychologischen Innenleben passt.
Ein Beispiel: Es gibt sehr viele Medikamente und Ersatzdrogen auf dem Nichtraucher-Markt. Die haben eine bestimmte Wirkung – sie ersetzen die Nikotinzufuhr des Rauchens durch einen anderen Weg, wie Pillen, Pflaster usw. Welche Typen von Menschen werden damit wohl erfolgreich und dauerhaft Nichtraucher? Einerseits sicherlich die ohnehin Willensstarken, die genau genommen mit jeder Methode und auch ohne jede Hilfe von Außen einfach mit dem Rauchen aufhören könnten.
Diese Menschen gibt’s und als Raucher kennt man meist auch ein Beispiel aus Freundeskreis oder Familie. Eine fiktive Geschichte zur Veranschaulichung: Onkel Herbert stand eines Morgens auf und sagte sich, „heute ist Schluss“. Das war vor 13 Jahren und seitdem hat Onkel Herbert nie wieder eine Zigarette angefasst. Ob Onkel Herbert den Ausstieg aus der Nikotinsucht mit Pillen, Pflastern, Hypnose, Meditation oder Selbstsuggestion unterstützt hätte – es hätte vielleicht nichts geschadet, wäre aber irrelevant gewesen.
Bei welchen Typen von Menschen helfen Ersatzdrogen noch? Beispielsweise bei jenen, die sehr gut auf Placebo ansprechen. Placebo sind mittlerweile ja nicht mehr nur in der klinischen Forschung ein Begriff. In Kürze: Es gibt Menschen, so auch die Studienergebnisse, die müssen nur eine Spritze sehen, und schon sind sie geheilt. Die Wirkung ist tatsächlich messbar. Aber die Messergebnisse unterscheiden sich von Typ zu Typ mitunter sehr stark. Bei einigen Menschen wirken Placebo gar nicht. Vor allem dann, wenn sie bereits ahnen, dass ein verabreichtes Mittel nur ein Placebo sein könnte.
Persönliche Kraftquellen kennen und nutzen
Und so ist es auch, wenn man Nichtraucher werden möchte. Die mitunter überzeugende Wirkung, die auch eine herkömmliche Methode haben kann, verfliegt bei dem Einen schnell, beim Anderen langsam, und beim Dritten setzt sie gar nicht erst ein.
Wer beispielsweise die Tricks der Selbstsuggestion durchschaut, wird es mit vielen mental orientierten Angeboten auf dem Nichtrauchermarkt schwer haben. Wer nicht an Hypnose glaubt, der kann zehnmal so eine Sitzung machen und dennoch erfolglos bleiben. Wer den Placebo-Effekt von Medikamenten kennt, hat es automatisch schwerer mit den dementsprechenden Helfern in Pillen- oder Pflasterform.
Wer aber die Kraftquellen der eigenen Motivation kennt, der kann sie zielgerichtet einsetzten. Das ist die Basis der MOVE-Methode. Sie schränkt den werdenden Nichtraucher nicht ein auf Glaubenssätze oder starre Rezepte. Sie befreit den Noch-Raucher von solchen Vorgaben und gibt ihm das Wissen darüber, wie er am besten sein Ziel erreicht – also seine (oder ihre) vorhandenen Ressourcen nutzt.
Der positive Nebeneffekt: Die MOVE-Methode lässt sich auf viele Bereiche des Lebens anwenden. Job, gesunde Ernährung, Familie – wer die eigene Persönlichkeit kennt, kommt im Leben besser zu recht.
Die MOVE-Methode wurde vom Freiburger Psychologen Dr. Rainer Schneider entwickelt. Dr. Schneider ist zertifizierter Coach und ist unter anderem beratend tätig für die Bundesärtzekammer. Das Ziel von MOVE ist es, möglichst vielen Menschen Zugang zu verschaffen zu einem völlig neuen und auf aktuellen, wissenschaftlichen Erkenntnissen aufgebauten Nichtraucherprogramm. Weitere Infos unter www.MOVE-Methode.de.
Schlagworte: Nichtraucher werden
7 Kommentare zu “Nichtraucher werden und bleiben: Neue Methode nutzt Psychologie”
-
Ich rauche jetzt schon seit 8 Jahren und denke immer mal wieder ans Aufhören. Wenn ich das hier aber richtig verstehe, muss man es auch richtig wollen. Wenn ich beispielsweise dieses MOVE kaufe und merke, dass es nicht klappt, was mach ich dann?
-
Ich hab bei stern diesen test gesehen, bei dem die Hypnose-Typen richtig versagt haben. Das kostet dann gleich mal hunderte euro und ist nur Show.
-
[...] Mitarbeiter und Unternehmen profitieren sofort mit dem Nichtraucher-Seminar von MOVE[...]
-
[...] MOVE steht für „Motivationsbasierte Verhaltensänderung“ und wurde 2011 entwickelt. Urheber der Methode ist der Freiburger Psychologe Dr. phil. Dipl. Psych. Rainer Schneider. Schneider ist zertifizierter Coach, forscht und berät zu Themen wie Therapie-Effekte und Selbstregulation und war unter anderem beratend tätig für den wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer. Die psychologische Disziplin, die der MOVE-Methode zugrunde liegt, ist die seit ca. 10 Jahren erforschte PSI-Theorie. Projektpartner der MOVE-Methode ist die Kommunikationsagentur stereo pr aus Deidesheim (RLP). Siehe auch den ausführlichen Bericht auf Textberater.com: http://www.textberater.com/corporate-publishing/nichtraucher-werden/ [...]



[...] Psychologe klärt auf: Nichtraucher werden ist eine Frage der Motivation Im Prinzip ist es leicht: Zigaretten weg und [...]