Interview

“Budget und Timing häufigste Fehlerquellen bei Kommunikations-Projekten“

Am Montag 17 Mai 2010 von Thomas
Nicht auf eine Agentur festlegen: Carolin Sauvant

Nicht auf eine Agentur festlegen: Carolin Sauvant

Textberater.com sprach mit der Stuttgarter Projektmanagerin Carolin Sauvant über den Erfolg und Misserfolg von Kommunikations-Maßnahmen und die Tücken des Berufsalltags.

Frau Sauvant, was sind die typischen Fehler bei der Planung von Kommunikations-Projekten?

Das Überschätzen von Budgets sowie unterschätzte Timings. Beides passiert gern, wenn man um jeden Preis seinem Kunden gerecht werden will. Wichtig ist, den Sinn für die Realität zu bewahren, was das Projekt, die nötige Zeit und zur Verfügung stehende Geld angeht.

Haben Sie ein Hausrezept, wie man Kreative und Strategen optimal in so einem Projekt zusammenbringt?

Die Kunst des Projektmanagements besteht darin, allen Beteiligten gut zuzuhören und jeden einzelnen jederzeit ernst zu nehmen. Dann klappt das auch mit den Kreativen und den Strategen.

Wie wichtig sind Präsentations-Tools in Ihrem Job? Und welche sind die besten, um den Kunden das Projekt schmackhaft zu machen?

Aktuell werden digitale Präsentation per Powerpoint und Beamer genutzt. Es gibt aber auch immer wieder Anlässe, die Kreation physisch zu präsentieren z.B. auf Präsentationspappen, um der Arbeit eine gewisse Wertschätzung zu verschaffen.

Welches der von Ihnen betreuten Projekte hat Ihnen besonders viel Spaß gemacht und warum?

Die Konzeption meines eigenen Blogs. Die Idee war, nachhaltige, grüne Themen sowie Produktdesigns und Kampagnen jeden Tag zu spannenden, erfrischen Beiträgen aufzuarbeiten und für Interessierte zugänglich zu machen. Der Zuspruch ist toll und reflektiert, dass Blog und Thema wahrgenommen werden.

Wie kommt man eigentlich zu Ihrem Beruf?

Durch ein großes Interesse für Werbung und Kommunikation, sowie die Lust auf administratives arbeiten. Aufgeschlossenheit, jeden Tag etwas Neues dazulernen und mit vielen interessanten Menschen in Kontakt zu kommen. In der Werbung findet man die Berufsbilder, die einem stetigen Wandel unterworfen sind, kein Tag ist wie der andere, keine Aufgabe wird gelöst wie die davor – das macht den Reiz an diesen Berufen aus, setzt aber auch voraus, dass man jeden Tag dazulernen will.

Welchen Tipp würden Sie Berufsanfängern mitgeben, die sich in der Kommunikations-Branche platzieren wollen?

Lernt am Anfang soviel wie möglich und legt Euch nicht gleich auf eine Art von Agentur fest. Lernt alle Spektren der Kommunikation kennen, habt Mut zu wechseln und unterschätzt die digitale Welt nicht.

Sollen Anfänger erst mal bei großen Firmen arbeiten und Kontakte knüpfen?

Die Agenturgröße spielt nicht unbedingt eine Rolle. Es geht darum, dort zu arbeiten, wo sie etwas lernen, sprich an relevante Projekte herangeführt werden.

Sie leben und arbeiten ja in Stuttgart. Würden Sie sagen, dass man dort andere Trends und Schwerpunkte bei Marketing und Kommunikation verfolgt, als beispielsweise bei den Berliner Agenturen?

Nein, es gibt meines Erachtens keine lokalen Anforderungen und Trends. Solche Trends und Anforderungen werden aus der Notwendigkeit in der Kommunikation geboren.

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