Verluste durch kostenlose Pitches
Agenturleben: So viel kostet die Teilnahme an Ausschreibungen
Am Freitag 14 Mai 2010 von ThomasFür saftige Etats gehen Agenturen gerne in so genannte Pitches, also Wettbewerbe, bei denen der Kunde Ideen und Konzepte beschaut. Doch die Präsentation bei solchen Ausschreibungen bekommt man als Kommunikations-Agentur immer seltener honoriert. Und es kommt noch schlimmer.
Stunden, Tage, Wochen: Bei der Vorbereitung zu Kundenpräsentationen geht schnell viel Zeit drauf.
PR-Berater Dieter Mussler hat in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Tacheles geredet und beschwert sich über einen „Verfall der Sitten“. Habe man bis vor einigen Jahren noch den Aufwand entschädigt bekommen, zahlten Kunden für die Agentur-Leistungen in Pitches mittlerweile immer häufiger gar nichts mehr.
Kosten in Höhe von 15.000 Euro seien keine Seltenheit, wenn man PR-Konzepte und Kommunikations-Strategien erarbeite, um den Etat eines Kunden zu gewinnen.
Kostenlos Ideen einsammeln
Doch selbst das Agentur-Roulette verkomme immer mehr zur Farce. Manche Pitches zielten nur darauf ab, die Ideen der Bewerber-Agenturen abzugreifen. Ein Auftrag stehe für keine der Agenturen in Aussicht.
Woher kommt der Sitten-Verfall: Laut der Gesellschaft der Public Relations Agenturen sind 2009 viele Agenturen durch sinkende Umsätze unter Druck geraten. Kurz: Mitmachen oder gar nichts machen, werden immer häufiger zu den einzigen Alternativen.
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Schlagworte: Ethik, Marketing, nachhaltige Kommunikation, PR, PR Strategie, Werbung

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