Greenwashing
Autokonzerne sponsern UN-Klimagipfel
Am Montag 7 Dezember 2009 von ThomasLaut vereinzelten Medienberichten nutzen Automobilhersteller den Welt-Klimagipfel, um für ihr Umweltbewusstsein zu werben.
Heute startet der Klimagipfel der vereinten Nationen (UN) in Kopenhagen. Delegierte aus 192 Ländern werden unter den Augen der Weltöffentlichkeit nach den 2 Prozent streben, auf die sie das Wachstum des jährlichen CO2-Ausstoßes begrenzen wollen.
Auf der Liste der Sponsoren stehen laut Wir-Klimaschützer.de auch Autokonzerne Mercedes-Benz, BMW, Volvo und Honda.
Was wollen die da? Es gehe natürlich um umweltfreundliche Autos: Der ausgestellte Volvo tankt beispielsweise Stroh-Sprit.
Der vorgestellte Honda ist ein spritsparender Hybrid. BMW führt seinen “Hydrogen 7″ vor (den der Spiegel laut Wir-Klimaschützer einmal einen “grünen Schluckspecht” nannte).
Thank You for Greenwashing
Mercedes zieht mit seinem Brennstoffzellen-Fahrzeuge nach Kopenhagen und zeigt außerdem eine gepanzerte Luxuslimousine S 420 CDI Guard, die nur 280 Gramm CO2 pro Kilometer erzeugen soll. In Kopenhagen werden übrigens Elektroautos die Delegierten transportieren.
Wir-Klimaschützer steckt die von PR-Strategen geplante Auto-Präsentation auf dem Klimagipfel in die Kategorie „Greenwashing“.
Beim Greenwashing geht es darum, auch solchen Produkten ein umweltfreundliches Image zu verschaffen, die mit Umweltbewusstsein nichts zu tun haben.
Die Rede ist vom “grünen Image-Krieg”. Und in dem kämpfen zum Beispiel Agenturen wie die US-amerikanische PR-Agentur Hill&Knowlton, die auch schon die Tabakindustrie jahrzehntelang davor bewahrte, zugeben zu müssen, dass Rauchen schädlich sei.
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Schlagworte: Krisen-PR, PR Strategie
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