Technik
Azure: Cloud Computing mit Kumpel Microsoft
Am Mittwoch 18 November 2009 von ThomasDie Entwickler-Plattform Azure ist nach langer Testphase online gegangen. Microsoft bleibt mit dem Projekt bei seiner freundlichen Kooperations-Strategie.
Chefentwickler Ray Ozzi hat die Geburt der Entwicklerplattform Windows Azure in Los Angeles verkündet.
Auf Azure kann man Rechenkapazität auslagern. Das ist vor allem für Betreiber von Webseiten interessant, die an bestimmten Tagen enormen Trafic abfedern müssen, an anderen Tagen jedoch nicht.
Azure verteilt den Ansturm auf Server- und Rechenkapazität auf viele Rechner – das nennt man Cloud-Computing. Azure-Nutzer müssen also nicht ständig riesige Serverkapazitäten vorhalten, die schließlich auch nicht billig sind.
Mit neuer Technik wieder den Fuß in der Tür
Damit wird das Clou-Computing-Angebot für alle möglichen Unternehmen interessant. Mit Online-Videos gespickte Webseiten wie RTLnow haben zwar jeden Abend Kirmes. Dafür ist tagsüber Ruhe.
Ähnlich sieht es bei Social Networks aus. Daher erklärt es sich auch, dass in Deutschland bereits ein bislang namentlich nicht genanntes Web 2.0-Projekt auf Azure setzt. Außerdem soll laut Medienberichten auch T-Systems mit seinem Projekt Stromboxx im Boot sein.
IT-Dienstleister und Systemintegratoren wie unter anderem Siemens AG, Runtime software GmbH und NeoGeo New Media GmbH haben bereits kundenspezifische Lösungen auf Basis von Windows Azure umgesetzt.
Azure passt in die neue Strategie Microsofts. Der ehemals auf Software spezialisierte US-Konzern mischt derzeit in allem mit, was irgendwie mit Internet zu tun hat. Und dabei liegt der Hauptunterschied zum Konkurrenten Google darin, kooperative Lösungen anzustrengen – also auch bei Fragen zur technischen Infrastruktur.
Gewinnt Microsoft, und dafür stehen die Chancen gut, die Entwickler-Gemeinde für seinen Service, würden sich damit auch Unternehmen an Microsoft-Produkte binden müssen.
Nach dem Start am heutigen Dienstag steht Azure den Nutzern zunächst kostenlos zum Test zur Verfügung. Erst ab Februar 2010 soll die Nutzung kostenpflichtig sein.
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Schlagworte: Google, Internet, PR Strategie
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