Bauernverband wegen Schleich-Bloggen unter Beschuss

Am Dienstag 30 Juni 2009 von Thomas

In der guten, ehrlichen Zeit hat man noch heimlich Produkte in Fernsehproduktionen geschleust und so für ein bisschen Geld Schleichwerbung gemacht. Heutzutage schleicht man sich in seriöse Bloggerforen und tarnt eigene Interessen als Bürger-Stimmen. Für seine Internet-Bauern-Task-Force bekommt der Deutsche Bauernverband (DBV) richtig Ärger.

Der Lobby-Verband der Landwirte wollte mit einer handvoll Mitglieder im Internet stattfindende Diskussionen mitgestalten. Diese verdeckte Blogger-Aktion hat den Deutschen Rat für Public Relations auf die Tagesordnung gerufen.

DPR startet Ermittlung

“Der Deutsche Rat für Public Relations (DPR) wird sich mit diesem Fall beschäftigen und ermittelt wegen des Vorwurfs der intransparenten Öffentlichkeitsarbeit”, sagte ein Sprecher des Rats der “tageszeitung”.

Undercover-PR sei nicht hinzunehmen. Das gelte besonders, wenn sie in Internetforen von Medien stattfinde.

Ist die Milch erst verschüttet

Der DBV hatte neben einigen eigenen Publikationen wie agrarheute und topagrar auch in den Foren der taz und Spiegel Online mitgemischt. Verbands-Interessen wurden als Bürger-Stimmen getarnt und sollten so beispielsweise die Diskussionen um steigende Milchpreise positiv gestalten.

Eine positive Richtung, also nach oben, nehmen jedoch vorerst nur die Milchpreise. Das hatte tatsächlich für einige Kritik gesorgt.

Textberater.com meint mit einem Augenzwinkern: Beim Schleich-Bloggen lässt man sich doch nicht erwischen.

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