Zu verdeckter Tätigkeit aufgerufen

Bauernverband wird für Schleichbloggen gemahnt, nicht gerügt

Am Donnerstag 29 Oktober 2009 von Carl

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Verhaltener Aktionismus: Appell von Lobby-Control

Kleiner aber feiner Unterschied: Der Deutsche Rat für Public Relations kündigt eine Mahnung an, die sich der Bauernverband nach einem Aufruf zu verdeckter Öffentlichkeitsarbeit abholen kann. Mit Video.

Die konservative Bauernorganisation hatte Mitarbeitern und Mitgliedern im Frühjahr in einer Email geraten, sich unter Pseudonym in Internetforen im Sinne des Verbands zu äußern. Textberater.com berichtete.

Der PR-Rat ermittelte, weil Undercover-Öffentlichkeitsarbeit gegen Richtlinien der Branchen verstößt, konnte sich aber nur zu einer Mahnung durchringen. Im Unterschied zu einer Rüge werde eine Mahnungen nur auf der Internetseite des Rats und nicht durch Emails an die Medien veröffentlicht, erklärte ein Sprecher.

Böse Bahn, gute Bauern

Man sehe keinen Anlass für eine Rüge wie im Fall der Bahn. Die Deutsche Bahn AG hatte 1,65 Millionen Euro für verdeckte PR ausgegeben. Der Fall des Bauernverbands sei lange nicht so schwerwiegend.

Außerdem bescheinigte eine PR-Rat-Sprecher den Agrarlobbyisten eine “hohe Einsicht”. Der Verband habe sich sogar auf einer Diskussionsveranstaltung mit den Grenzen von PR befasst.

Derweil bleibt LobbyControl unzufrieden. “Meistens haben weder die Mahnung noch die Rüge des PR-Rats echte Konsequenzen. Sie sind Papiertiger”, sagte Referentin Nina Katzemich.

Derweil hat die Organisation eine Initiative ins Leben gerufen, die sich das Gute auf die Fahnen schreibt und von Bloggern für ihre wenigen Ergebnisse verrissen wird.

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