Aufgelesen
Blogger-Mehrheit weiblich, unberührtes Web 2.0, Marketing-Organismus Social Media
Am Dienstag 8 Juni 2010 von Thomas
Im Über-Nachrichten-Blick schauen wir heute in die Social Media-Runde.
Laut einer Studie von Sysmosos sind tatsächlich 50,9 Prozent der Blogger weiblich. Weniger überraschend: Die USA liegen im Länder-Vergleich mal wieder vorn.
29,2 Prozent aller Blogs sind zwar weltweit erreichbar, werden aber von den USA heraus publiziert. Immerhin 6,75 Prozent der Blogger sind Engländer, 4,9 Prozent Japaner, 4,2 Prozent Brasilianer, 3,9 Prozent Kanadier – und immerhin 3,3 Prozent Deutsche.
Apropos Nationen-Vergleich: Die Ureinwohner Amerikas haben ihr eigenes Social Network-Leben. Auf knet.org surfen laut taz beachtliche 100 Prozent der Zielgruppe.
Der Name Knet kommt vom indianischen Wort “Kuhkehna” und heißt “jeder und überall”. Knet ist werbetechnisch völlig unberührtes Land und gehört den politischen Führern der Indianer, die man politisch korrekt übrigens als Aboriginals oder Indigenen bezeichnet.
Social Media-Marketing der Zukunft: Das Produkt findet den Kunden
Nicht mehr ganz so unberührt, aber enorm ausbaubar ist laut der Meshed#2-Konferenz in Wien der Social Media-Bereich, darin waren sich die Vortragenden einig.
Das große Potential von Social Media liegt demnach darin, dass Kunden nicht wie bisher zum Produkt geleitet werden müssen – z. B. über Fernseh- und Online-Werbung -, sondern dass das Produkt den Kunden findet.
Zum Beispiel mit “Augmented Reality”: Der Kunde steht im Laden, fotografiert mit seinem Handy ein Produkt und erhält dazu Kundenbewertungen aus dem Netz. Oder auch Infos wie Restaurant-Tipps, Öffnungszeiten, Sonderangebote oder Gutscheine eines Geschäfts. Das gibt’s teilweise schon – z. B. google.com/places – , ist aber noch in der Experimentierphase und lässt sich enorm ausweiten.
Der enorme Vorteil dieser neuen Social-Media-Marketing-Tools ist: Sie lassen sich besser steuern als die “alten” Tools wie Facebook oder Youtube.
Bei Gary Vaynerchuk, Weinhändler aus New Jersey, ging es mit Youtube & Co. gut: Vor fünf Jahren fing er an, kleine Videos zu drehen, ins Internet zu stellen und mit “Wine Library TV” seinen Umsatz von vier auf 45 Millionen Dollar zu steigern.
Bei der Fluglinie United Airlines ging es schlecht: Das Personal zerstörte die Gitarre von David Carroll, aber die Fluglinie verweigerte eine Schadenersatz-Leistung. Daraufhin veröffentlichte Caroll den Song “United Breaks Guitars” auf Youtube und das Video wurde mittlerweile neun Millionen Mal abgerufen. Enormer Imageschaden für United Airlines.
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Schlagworte: Social Media, Social Media Marketing, Web 2.0
Dieser Beitrag wurde am Dienstag 8 Juni 2010 um 10:32 Uhr von Thomas veröffentlicht und unter News gespeichert.
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