Wer bin ich und wenn ja wie viele?
Deanonymisierungs-Software zum Testen
Am Mittwoch 3 Februar 2010 von ThomasHistory Stealing heißt die neue Schreckensbotschaft von der Datenschützer-Front. Mittels Auslesen personenbezogener Daten aus Web-Browsern verspricht ein Forscherteam, die Identität von Nutzern aus den Mitgliedschaften in Social Networks zu ermitteln. Textberater.com wagte das Experiment.
Hier haben die Wiener Forscher Thorsten Holz, Gilbert Wondracek, Engin Kirda und Christopher Kruegel eine Webseite mit einer Test-Software geschaltet.
Man klickt sich durch ein paar Fragen, dann startet ein mehrminütiger Prozess mit dem Ziel, den Namen des Nutzers vorm Bildschirm auszuspucken.
Ausgerechnet am Xing-Beispiel wird’s vorgeführt
Nach einem todesmutigen Selbsttest der Textberater.com-Redaktion können wir bislang allerdings keinen Aha-Effekt bestätigen. Weder Namen, noch Gruppenzugehörigkeiten in Social Communities wurden uns angezeigt.
Wie funktioniert’s theoretisch? Die Forscher gehen davon aus, dass nur wenige Personen Mitglied zum Beispiel in den gleichen Xing-Gruppen sind. Außerdem speichert der Browser, also das Fenster mit dem man im Web surft, laut Forscherteam bestimmte Daten.
Aus Gruppenzugehörigkeit und Browser-Daten ergebe sich dann eine Art Fingerabdruck, der auf ein bestimmtes Xing-Profil verweist. Warum die Wissenschaftler ausgerechnet Xing ausgesucht haben und was das deutsche Vorzeigenetzwerk mit Fokus auf Datensicherheit darüber denkt, wissen wir noch nicht.
Erpressung, Phishing, politische Verfolgung: Wer jetzt noch wissen will, wie schrecklich gefährlich so eine Technik werden könnte, kann das zum Beispiel hier auf den Seiten von Spiegel Online nachlesen.
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Schlagworte: Datenschutz, Ethik, Web 2.0, Xing
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