Die fruchtbare Konkurrenz zwischen Journalisten und Bloggern

Am Montag 6 Juli 2009 von Thomas

Nach zehn Jahren des misstrauischen Beäugens veröffentlichen Zeitungen mehr und mehr eigene Blogs. Dennoch: Die Mauer in den Köpfen bleibt.

Unter dem Titel „Eine Kulturform, die auf Begeisterung aufsetzt“, stellt die Frankfurter Allgemeine Zeitung hier namhafte Persönlichkeiten aus der Blogszene vor, wie Sascha Lobo und Markus Beckedahl, Mitveranstalter der Blogger-Konferenz re:publica. Und der Beitrag sucht nach Antworten auf die Frage, woher die gegenseitige Ablehnung zwischen Journalisten und Bloggern denn kommt.


Wer hat kein Glaubwürdigkeits-Problem?

Im Kern geht es um den guten alten Wettstreit zwischen Journalisten und Bloggern. Weblogs hätten ein Glaubwürdigkeitsproblem, so die Medienvertreter. Weblogs seien objektiver, gründlicher und freier als journalistische Texte, so die Internet-Publizisten.

Laut einer Studie von ARD und ZDF halten nur 29 Prozent der Befragten Weblogs für glaubwürdig. 71 Prozent misstrauen dem Wahrheitsgehalt.

Und dennoch sind die Blogs aus der Medien-Landschaft nicht wegzudenken. Ob Reise, Technik, Musik oder Mode: Manche Blogs zu spezialisierten Themen gelten als Infoquelle Nummer 1.

„Ich wünsche mit 100% misstrauische Leser“

Und die Sache mit der Glaubwürdigkeit sei sowieso ein zweischneidiges Schwert, so Blog-Urgestein Sasche Lobo. Er wünscht sich 100 Prozent misstrauische Leser. „Nur weil irgendwo etwas auf Papier oder auf Pixeln steht, ob darüber eine Redaktion oder ein einzelner Mensch steht, heißt das noch lange nicht, dass es stimmt“.

Mehr zum Thema Blogs, den Chancen zum Dialog mit Kunden, Marketing-Potenzial und PR-Impact lesen Sie hier auf den Seiten der FAZ.

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