England

Höhere Versicherungsraten für Social Media-Nutzer

Am Montag 22 Februar 2010 von Christina

Wer im britischen Königreich soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook nutzt, der zahlt zunehmend höhere Raten für seine Hausratsversicherung. Grund: erhöhtes Einbruchsrisiko.

Früher lasen Einbruchswillige die Todesanzeigen, um zum Zeitpunkt der außer Haus stattfindenden Beerdigung einzubrechen. Heute schauen sie bei Facebook, Twitter oder Foursquare nach, wo teilweise sehr direkt und genau der jeweilige Aufenthaltsort von Usern beschrieben wird. Kriminelle können dadurch in Echtzeit verfolgen, ob ein Nutzer für einige Stunden nicht zu Hause ist und ungestört ihrem Einbruch nachgehen.

Englische Versicherer erhöhen deshalb die Raten zur Hausratsversicherung für Social Media-Nutzer um bis zu 10 Prozent. Das hat das Preisvergleichsportal Confused.com aufgedeckt.

Please Rob Me – Bitte raub mich aus

Seit letzter Woche prangert die Website “Please Rob Me” den allzu nachlässigen Umgang von Social Media-Nutzern mit Informationen zum eigenen Verbleib an. Von drei Amerikanern entwickelt, ist die Website eigentlich eine Twitter-Suchmaschine, die Tweets zum Aufenthalt der User durchforstet.

Und tatsächlich kommen unter der Rubrik „Recent empty Homes“ entsprechende Nachrichten im Sekundentakt herein. So brauchen Einbruchswillige dann auch nur noch eine einzige Webseite durchzulesen.

Mehr zum Thema:
Wie Datenschutz wieder wichtig würde
Weltweite Internet-Aktivitäten ausgewertet
Facebook-Gründer Zuckerberg: Privatsphäre ist Nutzern egal

Schlagworte: ,

Kommentieren ist momentan nicht möglich.