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Erfolgreicher Einsatz von Medikamenten bei Tinnitus

Am Mittwoch 10 November 2010 von Thomas

In der Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie werden Medikamente als erste Maßnahme bei akutem und subakutem Tinnitus empfohlen.

Vorrangig kommen dabei Infusionen mit Medikamenten zum Einsatz, welche eine Verbesserung der Innenohrdurchblutung herbeiführen sollen. Aber auch Kortisonpräparate und lokale Betäubungsmittel werden als gängige Medikamente verabreicht.
Zunächst auf eine spontane Besserung des Ohrgeräusches ohne medikamentöse Behandlung zu warten, ist jedoch sinnvoll, da durchaus die Möglichkeit besteht, dass der Tinnitus binnen ein bis zwei Tagen von selbst verschwindet. Dann ist eine nachfolgende medikamentöse Therapie nicht mehr erforderlich.
Wenn Medikamente in der Tinnitus-Therapie angewandt werden, folgt deren Verabreichung normalerweise drei Zielen: die Durchblutung des Innenohrs soll verbessert werden. Zusätzlich soll sich die gestörte Signalverarbeitung im Bereich von Innenohr und Hörnerv normalisieren sowie eine normale Nervenaktivität in den Hörzentren des Gehirns herbeigeführt werden.
Um diese Ziele zu erreichen, werden häufig folgende Medikamente zum Einsatz kommen, meist in Form von Infusionen, deren Verabreichung nach einem festgelegten Schemata erfolgt:
• Plasmaexpander, zur Erhöhung der Flüssigkeitsmenge des Blutes, sowie Vasodilatatoren wie z.B. Pentoxifyllin, um die Blutgefäße zu erweitern
• Glutamatrezeptorenblocker wie beispielsweise Caroverin
• lokale Betäubungsmittel wie Novocain
Häufig werden auch Kortisonpräparate Im Rahmen der medikamentösen Behandlung des Tinnitus eingesetzt. Sie sollen auf das Innenohr entzündungshemmend wirken und die Bildung von Ödemen (Wasseransammlungen) verhindern.
Medikamente zur Therapie des Tinnitus werden insbesondere in den ersten sechs bis acht Wochen gegeben, nachdem das Ohrgeräusch erstmalig aufgetreten ist. Die Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Kopf- und Hals-Chirurgie empfiehlt die medikamentöse Behandlung hauptsächlich für den akuten und den subakuten Tinnitus.

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