CDU stolpert über alte Strategien: Erneut schlechte PR für Rüttgers

Am Samstag 1 Mai 2010 von Thomas

Blogger machen Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers bereits das Leben schwer mit dem Herausplaudern intimer Fakten aus CDU-Emails. Jetzt haben auch klassische Medien Kritisches recherchiert – eine Woche vor der Wahl. Und dabei hätte die CDU aus hessischen Erfahrungen mit verdeckter PR lernen können.

Der Spiegel berichtet von einem dubiosen Vertrag mit einer Werbeagentur. 40.000 Euro gab’s für den Auftrag, eine scheinbar CDU-unabhängige Initiative ins Leben zu rufen.

Das war 2005. Die Initiative hieß “Wähler für den Wechsel” und sammelte Geld für Zeitungsanzeigen zugunsten des Kandidaten Rüttgers. Die Strategie ist bei der CDU nicht neu und wird zur Unzeit aufgedeckt. Das Medienmagazin Zapp hatte bereits vor knapp einem halben Jahr von einer ähnlichen “Bürgerinitiative” berichtet, die im Hessischen Wahlkampf verdeckt für Stimmungsmache sorgte.

Ein Sprecher der CDU zum aktuellen Fall gegenüber dem Spiegel: “Damals hat man geglaubt, das gehe so; heute muss man das juristisch vielleicht anders sehen”.

Vor dem aktuellen Thema wurde Rüttgers’ CDU bereits ebenfalls wegen dubiosen PR-Geschäften kritisiert: Sponsoren konnten auf dem Landesparteitag Einzelgespräche mit dem Ministerpräsidenten und den Minister/innen für je 20.000 Euro kaufen. Für schlappe 14.000 Euro gab’s immerhin einen Fototermin und Rundgang mit Rüttgers.

Die PR-Massaker kommen ungelegen. Nächste Woche ist Wahl und die Herausforderin von der SPD, Hannelore Kraft, liegt in der Beliebtheit bereits gleichauf mit Rüttgers.

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2 Kommentare zu “CDU stolpert über alte Strategien: Erneut schlechte PR für Rüttgers”

  1. Friethjof Jessen-Klingenberg sagt:

    Die Maske der NRW CDU ist längst gefallen.

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