Energiedrink in der Kritik
Erneut tödlicher Unfall bei Red Bull-Event
Am Sonntag 15 November 2009 von Thomas
Der Schweizer Base-Jumper Ueli Gegenschatz (38) ist bei einer Marketing-Veranstaltung von Red Bull umgekommen. Das Video zum Unfall hat eine kontroverse Debatte im Netz ausgelöst.
Der Sprung passte in die Strategie des Energiedrink-Herstellers. Aber das Unglück rückt die Werbung mit hohem Adrenalingehalt in ein schlechtes Licht.
Die Schweizer Zeitung SonntagsBlick zitiert dazu Werbeprofi Hermann Strittmatter:
„Der Unfall ist eine Folge der Perversionen des Event-Marketings. … Leute, die solche Events veranstalten, haben wohl eine Neigung zu einem asozialen Charakter. Kein Wunder, dass sie so verantwortungslos handeln.“
Was war passiert: Am 11. November sprang Gegenschatz vom Sunrise-Tower in Zürich. Er wurde von aufkommendem Wind abgetrieben und verletzte sich schwer. Am 13. November 2009 erlag er seinen Absturz-Verletzungen.
Mit dem Fall konfrontiert, sagte Red Bull Pressesprecher Fabio Svaizer: „Wir trauern mit seiner Familie und Freunden und sind mit unseren Gedanken bei ihnen.“
Ob Red Bull das halsbrecherische Marketingkonzept überdenken wolle, beantwortete das Unternehmen bislang nicht.
Ebenfalls unbeantwortet blieb die Frage, ob man am Start des Red Bull Kinofilms festhalte, obwohl mittlerweile zwei der Hauptdarsteller tödlich verunglückt sind.
Am 28. August sprang der 36-jährige Amerikaner Eli Thompson aus einem Helikopter. Er sollte mit Flügelanzug an einer Felsscharte vorbeifliegen – und krachte in eine Felswand.
Das auf Youtube zu sehende Video wird kontrovers kommentiert. Die Meiungen reichen von “selbst Schuld” bis “das ist sein Hobby, respektiert das”. Red Bull blieb bislang von der Diksussion verschont.
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