Suchmaschinen-Optimierung
Experte entzaubert SEO-Mythen
Am Freitag 21 August 2009 von Thomas
Alle wollen nach oben – in der Ergebnisliste der Google-Suche. Und es gibt so viele Ideen, dahin zu kommen. Die schlechtesten SEO-Ideen hat einer der führenden Suchmaschinen-Optimierer ausgemacht.
Das Software-Magazin t3n präsentiert hier Alan Webb, dessen SEO-Agentur ABAKUS zu den führenden Dienstleistern für Suchmaschinenoptimierung in Deutschland zählt.
Webb disqualifiziert die größten Mythen des SEO:
Mythos 1: Bei möglichst vielen Suchmaschinen anmelden
Unnötig, meint Webb. Schließlich gebe es eigentlich nur Google, auf der 92 Prozent der Suchanfragen ablaufen. Und bei Google muss man sich auch nicht anmelden.
Mythos 2: Page-Rank entscheidet
Naja: Immerhin wertet Google eingehende Links auf eine Seite als Empfehlung und ermittelt teils damit den Page-Rank, quasi eine Einteilung in verschiedene Gewichtsklassen.
Aber dennoch könne eine Webseite mit Page-Rank 3 in den Suchergebnissen vor einer Seite mit PageRank 5 platziert sein.
Mythos 3: Metatags pushen Google-Ranking
Früher vielleicht, in der „Suchmaschinen-Steinzeit“. Metatags wurden nämlich auch von Webseiten-Betreibern missbraucht und sanken im Interesse der Suchmaschinen.
Mythos 4: Sprechende URLs verbessern Google Ranking
Textberater.com arbeitet auch mit „sprechenden URLs“, also Artikel-Links, in denen relevante Begriffe enthalten sind. Aber, und das tut weh, das allein reicht nicht. Laut Webb hätte es auch eine automatisch generierte URL wie beispielsweise bei Spiegel Online getan. Da stehen zwar fast nur Zahlen drin, ist aber nicht schlimm.
Immerhin: Die sprechende URL hat den Vorteil, dass die darin enthaltenen Keywords bei den Suchergebnissen gefettet werden.
Mythos 5: Mit Backlinks an die Spitze
Es war einmal: Seit Links von Extern reihenweise eingekauft wurden, wertet Google Backlinks nicht mehr als so entscheidend.
Mythos 6: Standards einhalten ist entscheidend
Naja, grobe Codierungsfehler in der Programmierung machen es Google schon schwer. Aber das war’s auch schon. Irgendwelche Standards bringen nix.
Mythos 7: Keywords oben rein
Früher vielleicht: Eine Seite wird laut Webb heutzutage relevanter, wenn relevante Suchbegriffe (Keywords) nicht nur am Anfang des Texts auftauchen, sondern über den gesamten Inhalt verteilt sind.
Mythos 8: Onpage-Optimierung hängt Konkurrenz ab
Man kann Suchmaschinen-Optimierung ja auf der eigenen Seite betreiben und zum Beispiel viel Inhalt präsentieren. Und SEO betrifft auch das Seiten-Umfeld, also von wo und wie man verlinkt ist.
Letzteres ist entscheidend.
Nützliche Helfer beim Suchmaschinen-Optimieren:
- Google AdWords Keyword Tool, das alternative oder verwandte Begriffe anzeigt
- Google Trends, mit dem man Suchverteilungen beurteilen kann
- Keyword Density Analyzer, mit dem man die Keywords bestimmen kann, mit der die eigene Seite gehäuft gefunden wird
- Search Engine Spider Simulator, der die Wahrnehmung der Seite bei Google simuliert
- Backlink Watch, mit dem man die Verweise von anderen Seiten erkennt
Schlagworte: Online Marketing, Suchmaschinenoptimierung
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