Publicity hat ihren Preis

Gefängnis-Strafe für PR-Heißluftballon

Am Montag 19 Oktober 2009 von Thomas

USA: Weil sich die spektakuläre Rettungsaktion eines vermeintlich im entschwebenden Heißluftballon befindlichen Jungen als PR-Gag entpuppte, entgleitet der Fall den Eltern jetzt tatsächlich – aus strafrechtlichen Gründen.

Rettungskräfte, bangende Öffentlichkeit, Fernsehteams: Panik im US-Bundesstaat Colorado. Ein selbstgebauter Heliumballon hebt ab – und mit ihm der sechsjährige Falcon?

Doch nach den Polizei-Ermittlungen war das Verschwinden des Jungen nur eine Inszenierung. Sheriff Jim Alderden erwartet strafrechtliche Konsequenzen für die Eltern – Haftstrafen bis zu sechs Jahre und ein Bußgeld in Höhe von 500.000 Dollar.

Die Eltern wollten laut Alderden mit der Geschichte Aufmerksamkeit für den selbst gebauten Ballon erwecken.

“Du hast gesagt, wir machen das für eine Show”

Mehr als vier Stunden lang hatte die amerikanische Öffentlichkeit am Donnerstag um das Leben des Jungen gebangt. Ein Bruder des Verschwundenen wollte den Sechsjährigen gesehen haben, wie er in den Ballon gestiegen sei.

Daraufhin waren Rettungskräfte in der Luft und am Boden im Einsatz. Das US-Fernsehen berichtete live. Doch als der Ballon landete, war da kein Passagier.

Fatal wurde es für die Eltern jedoch erst, als der Junge am Freitag in einer Talkshow auf die Frage, warum er nicht aus seinem Versteck gekommen sei, offenbar zu seinem Vater sagte: “Du hast gesagt, wir machen das für eine Show.”

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