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GEZ stellt sich Kritikern im Web 2.0

Am Mittwoch 3 Februar 2010 von Thomas

Schon GEZankt? Auf einer von der Gebühreneinzugszentrale (GEZ) geschalteten Meinungsseite häuft sich auch Kritik am Abzwacken der Rundfunk-Abgaben. Sofort ist von einem PR-Fiasko die Rede – zu Unrecht, meint Textberater.com.

Wie die „Allgemeinen Verhaltensregeln“ auf gez-meine-meinung.de verraten, haben sich die Macher der Seite durchaus auf die raubeinige Diskussionswelt des Web 2.0 vorbereitet.

Punkt 1 der Diskussionsregeln heißt nämlich gleich „Umgangston“. Und im dritten und letzten Punkt wird die demokratische Streitkultur zitiert.

Dennoch ist man mit Schlagworten wie „PR-Fiasko“ schnell bei der Hand. „Mit ihrem mutigen Vorstoß zur Image-Aufbesserung schießt sich die GEZ ins Bein“, schreibt zum Beispiel Meedia.

Textberater.com sieht das anders.

Erstens: Von einem PR-Fiasko würden wir erst dann sprechen, wenn durch Kommunikations-Fehler das Geschäftsmodell eines Unternehmens bedroht ist. Das kann im Fall der GEZ schon mal nicht sein.

Zweitens: Nur weil sich die die GEZ ins Web 2.0 wagt und damit kritische Stimmen heraufbeschwört, heißt das noch nicht, dass man vor dem Web 2.0-Vorstoß beliebter war. Wer zahlt schon gerne Rundfunkgebühren?

An dieser Abneigung wird sich auch nie etwas ändern. Ändern kann man nur, wie die Kritiker das Unternehmen GEZ wahrnehmen. Und die ersten Ansätze zur Personalisierung mittels Mitarbeiter-Blogs versuchen doch immerhin Sympathie aufzubauen.

Drittens: So schlecht gemacht ist die Seite auch nicht. Zwar gibt es Öffnungszeiten – man kann beispielsweise nicht einfach nachts heimlich böse Kommentare ablassen. Aber das zeugt von einem aktiven Community-Management, bei dem die Beiträge der Nutzer ständig kontrolliert werden.

Fünftens: Nach einer ersten Sichtung der mitunter stark frequentierten Diskussionsbeiträge (bis zu 8.000 Leser pro Nutzer-Eintrag) fallen doch auch die konstruktiven Meinungen ins Auge. Von gerechteren Verteilungsschlüsseln ist dort genauso die Rede wie von ernst gemeinten Fragen, warum man öffentlich-rechtliche Sender braucht.

Trotzdem lesenswert: Die GEZ-Satire auf Spiegel.de.

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1 Kommentar zu “GEZ stellt sich Kritikern im Web 2.0”

  1. anonym sagt:

    “… nicht einfach nachts heimlich böse Kommentare ablassen.” Die Sprache verrät die Art Ihres Denkens. Das bedarf dann eigentlich auch keiner Kommentierung mehr.