Nutzerdaten

Google geht in die Offenheits-Offensive

Am Freitag 6 November 2009 von Christina

Der US-Konzern hat Dashboard als Datenschutzfunktion vorgestellt. Das soll Kritiker besänftigen und wurde daher auch in Deutschland weltweit zuerst eingeführt.

Google erlaubt seinen Nutzern einen Blick hinter die Kulissen. “Dashboard” listet gesammelte Personendaten auf, die von angemeldeten Google-Nutzern eingesehen werden können.

Dashboard listet einen Teil der Daten auf, die Google über jeden einzelnen Kunden führt: Zuletzt besuchte Web-Seiten oder die Zahl der Fotos und E-Mails.

Nur für Google-Kontoinhaber

Voraussetzung ist allerdings, dass der Kunde ein Google-Benutzerkonto besitzt. Ohne Anmeldung kann man die Daten nämlich nicht einsehen.

Datenschützer begrüßen Dashboard. “Das stärkt die eigene Verantwortung im Umgang mit den Daten und führt zu einer größeren Transparenz”, sagt der Hamburger Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit, Johannes Caspar.

Nicht ganz so glücklich zeigte sich Verbraucherzentrale Bundesverband: In Wahrheit speichere Google noch viel mehr Informationen, die einem bestimmten Computer zugeordnet sind über die IP-Adresse.

Textberater.com meint: Datenschutz ist bei der Mehrzahl der Nutzer ein Nebenthema. Dashboard ist also als politischer Schachzug zu werten. Zielgruppe der Offentheits-Aktion sind Datenschützer und Google-Kritiker. Im Gegensatz zu allen anderen Services von Mail bis Maps hin zu Analytics kann man als Nutzer mit den Dashboard-Daten nämlich nichts Konkretes machen.

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1 Kommentar zu “Google geht in die Offenheits-Offensive”

  1. Als praktizierender Datenschutzbeauftragter bin ich froh über jede Verbesserung und habe ich einen anderen Fokus: “Ich traue Google nicht. Warum das neue Dashboard trotzdem hilft” http://datenschutzalltag.wordpress.com/2009/11/06/ich-traue-google-nicht-warum-das-neue-dashboard-trotzdem-hilft/