Mehr Transparenz

Google veröffentlicht Umsatz-Aufteilung für Adsense

Am Dienstag 25 Mai 2010 von Thomas
Anzeigen je nach Suchbegriff: Google macht Umsätze bei Adsense transparent

Anzeigen je nach Interesse: Google, Adsense, Aufteilung

68 bzw. 51 Prozent der Werbeumsätze mit Adsense gehen an die Werbetreibenden.

Google hat mal wieder Zahlen veröffentlicht. Aber dieses Mal sind es keine Quartalsberichte. Es sind die Zahlen, die die Welt bewegen.

In der Diskussion um eine gerechte Aufteilung der Werbeumsätze, wurde Google unter anderem auch von deutschen Verlagen angegriffen. Der Vorwurf: Obwohl die Verlage die ganze Arbeit mit der Herstellung der Artikel hätten, bliebe das ganze Geld aus den Werbeeinnahmen beim US-amerikanischen Suchmaschinen-Riesen.

Verteilungsschlüssel seit Start unverändert

Das stimmt so offenbar nicht. Bei Adsense for Search (die kleinen Textanzeigen passend zum Suchbegriff über und seitlich der Trefferliste) zahlt Google 51 Prozent des Umsatzes aus.

Bei Adsense for Content (die kleinen Textanzeigen innerhalb redaktioneller Beiträge, die sich ebenfalls inhaltlich den jeweiligen Artikel anpassen) teilt Google noch großzügiger aus. 68 Prozent der Einnahmen gehen laut eigenen Angaben an die Content-Ersteller.

Seit der „Erfindung“ von Adsense 2003 sei diese Verteilung von 68 zu 32 Prozent immer so gewesen. Allerdings könne man nicht garantieren, dass sich die Verteilung nicht irgendwann in die eine oder die andere Richtung verschiebe.

Einnahmen für Investitionen

Was passiert mit der Kohle, die Google behält: „The remaining portion that we keep reflects Google’s costs for our continued investment in AdSense — including the development of new technologies, products and features that help maximize the earnings you generate from these ads. It also reflects the costs we incur in building products and features that enable our AdWords advertisers to serve ads on our AdSense partner sites.”

Sinngemäß übersetzt: Die ganzen Entwicklungen von tollen Services wie Google Maps, aber auch der eine oder andere iPhone-Konkurrent, werden aus den Einnahmen querfinanziert.

Adsense gibt es übrigens auch für Mobile Anwendungen oder auch für Online-Spiele, wobei diese Werbe-Produkte laut Google noch kaum ins Gewicht fallen.

Paradigmenwechsel der Kommunikation

Seit der Veröffentlichung der Zahlen am gestrigen Montag haben sich einige Nutzer bei Google per Kommentar bedankt. Unter den Befürwortern der Transparenz-Offensive scheinen auch Verleger aus dem nichteuropäischem Ausland zu sein, wie man hier nachlesen kann.

Ob es der Paradigmenwechsel in der Kommunikation des Werbedemokratisierers Google allerdings in die klassischen Medien schaffen wird, bleibt abzuwarten. Bislang hat lediglich der ORF berichtet. Warum das Thema nicht auf der ersten Seite im Wirtschaftsteil stehen sollte – unklar.

Update: Medienberichte häufen sich dann doch nach einer entsprechenden dpa-Meldung.

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2 Kommentare zu “Google veröffentlicht Umsatz-Aufteilung für Adsense”

  1. Google legt Aufteilung von Werbeeinnahmen offen…

    26.05.2010 aus Welt, S.11 – Der Internetriese Google hat erstmals die Aufteilung seiner Werbeeinnahmen mit den Partner-Webseiten veröffentlicht. Je nach Werbeform zahlt der Konzern zwischen der Hälfte und zwei Dritteln seiner Erlöse aus. Dabei erhalten…

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