Geschichte einer Leitung
Happy Birthday Internet
Am Donnerstag 29 Oktober 2009 von Thomas
Heute vor 40 Jahren wurde das Internet geboren. Das Kind des Kalten Krieges, deren Väter heute Rentner sind, müsste demnach heute in einer Midlife-Crisis stecken. Stattdessen setzt die Revolution der modernen Kommunikation unbeirrt ihren Siegeszug fort. Eine Bestandsaufnahme.
Wir schreiben das Jahr 1969. Die Sowjetunion hatte bereits den Sputnik ins All geschossen. Die Amerikaner bekamen Angst, beim technischen Fortschritt abgehängt zu werden.
Ob die USA im klassenfeindlichen Gegenzug jemals auf dem Mond gelandet sind; darüber wird mitunter noch gestritten. Unstrittig hingegen ist die Tatsache, dass sie den Grundstein der vernetzten Welt legten.
„Seht ihr das L?“
Informatikprofessor Leonard Kleinrock und einer seiner Studenten versuchten, ihren Großrechner in Los Angeles mit einer Maschine im 500 Kilometer entfernten Stanford zu verbinden.
„Wir tippten das „L“ ein und fragten am Telefon: Seht ihr das „L“?“, erinnert sich Kleinrock. Es klappte. Er tippte weiter, dann stürzte der Rechner ab.
US-Präsident Eisenhower gründete ein Jahr später die Forschungseinrichtung ARPA (Advanced Research Projects Agency) in der Hoffnung, dass auch das Militär davon profitieren würde.
Die Idee war, dezentrale Kommunikations-Einheiten zu bauen, die durch feindliche Angriffe nicht zerstört werden könnten. An Email, Youtube oder Facebook hatte damals noch keiner gedacht.
Überblick Internetnutzung
Jedem das Seine: Während in den Industrienationen vor allem Streaming-Angebote zur Unterhaltung – also Videoportale wie Youtube – einen Großteil des Datenverkehr ausmachen, wird beispielsweise in Afrika vor allem telefoniert über Voice-over-IP-Dienste wie Skype.
Und mit das Meiste: Einer Studie zufolge verursachen die “Heavy Internet User” rund 200 Mal so viel Datenverkehr wie ein Durchschnittsnutzer.
Alle mit jedem: Die Marktforscher von Forrester Research sagen voraus, dass im Jahr 2013 bereits 2,2 Milliarden Menschen Zugang zum Internet haben werden. In Deutschland sind laut ARD/ZDF-Online-Studie 67 Prozent der Erwachsenen online.
Am wichtigsten: Jeder dritte deutsche “Onliner” sieht das Internet bereits als Primär-Medium an, um sich im Alltag zurechtzufinden. Insbesondere für unter 30-Jährige hat das Netz schon das Fernsehen abgelöst, wenn es um die “Erstinformation” geht.
Frisch mit 40: Jugendliche nutzen die verschiedenen Internetdienste bereits ausgiebiger. Mindestens 80 Prozent von ihnen sind Mitglied in einem Sozialen Netzwerk wie Facebook oder StudiVZ.
Inspiriert von einem Superman-Comic versucht sich Internet-Erfinder Leonard Kleinrock bereits als Kind in der Kommunikations-Technologie.
„An E-Mail hat aber keiner gedacht“
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Schlagworte: Internet
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