Aufgelesen

Ideen zur Rettung des Journalismus

Am Sonntag 30 August 2009 von Thomas

Meinen Journalismus, reden über Zeitung: Wo gehts hin

Meinen Journalismus, reden über Zeitung: Wo geht's hin

Paid Content, Bloggen oder warum nicht einfach jeden Tag eine Zeitung kaufen – ob man sie braucht oder nicht: Im Netz kursieren mehr und weniger gute Ideen zur Rettung des Journalismus.

Natürlich machen die USA den Anfang in der Ideen-Liste. Das Online-Magazins Slate präsentiert hier einen Spot unter dem Motto BuyOneAnyway (Kauf einfach eine). Gemeint ist natürlich die gute alte Zeitung. Sehenswert weil witzig: “For just a few cents a day you can clothe, feed and shelter a newspaper professional”, heißt es in dem Clip.

Journalisten sollten Bloggen, meint Chris Lake auf der Seite econsultancy.com und appelliert an die Leidenschaft am Schreiben.

Mix my News

Allein mit Liebe zu Buchstaben kann man aber die Miete nicht zahlen. Daher stellt die Süddeutsche Zeitung ein Modell vor, in dem ebenfalls jeder Journalist seine eigene Zielgruppe bedient.

Natürlich wollen Leser eine ganze Zeitung, und nicht nur die Kolumne, die Nachrichten oder die Reportagen eines Einzelnen. Aber das Zukunftsmodell sieht vor, dass Leser ihren eigenen Mix aus Autoren-Beiträgen in einem Medium zusammenstellen.

Das würde die Rolle und die Reputation einzelner Schreiber sicherlich stärken, hat aber mit unabhängiger Recherche reichlich wenig zu tun.

Bezahlen oder schrumpfen

Über Paid Content, also kostenpflichtige Internet-Inhalte, wurde unlängst diskutiert – wie immer ohne Erfolg. So ein Modell wird auch mittelfristig nur für Nischen-Themen funktionieren, und deren Dasein trifft den Kern des Journalismus nur bedingt. Oder schaffen die Verlage gemeinsam die Kostenlos-Kultur ab, wie die Welt hier propagiert?

Das Heil liegt laut Pulitzer-Preisträger Walter Pincus in der Besinnung auf alte Werte und darin, einen heilsamen Schrumpfungs-Prozess zu leben. „Wir haben zu viele Leute eingestellt“, sagt Pincus hier.

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1 Kommentar zu “Ideen zur Rettung des Journalismus”

  1. [...] Hubert Burda wettert schon lange gegen Google. Wie es denn sein könne, dass jemand Werbeeinnahmen mit fremden Inhalten verdiene? Jetzt tut Burda es jedoch dem Feinde gleich. [...]