Eine Meldung und ihre Geschichte

Internet-Kriminalität: BKA warnt, Internet-Wirtschaft versagt

Am Freitag 9 Oktober 2009 von Thomas

Geschäfte im Web abwickeln in einfach und laut Studien leider auch gefährlich. Jetzt hat das Bundeskriminalamt (BKA) vor Diensten wie Ebay, Paypal oder ClickandBuy gewarnt und damit einen Vorstoß gewagt, den die Internet-Wirtschaft zu ihren Ungunsten verschlafen hatte.

Versteckte Schnüffel-Programme für kriminelle Zwecke haben von 2007 bis 2008 um 68 Prozent zugenommen, so BKA-Chef Jörg Ziercke. Er warnte auch vor verschiedenen, als einfach propagierten Zahlungsmethoden im Internet.

Opferzahlen steigen

Die Underground Economy, eine kriminelle Internet-Gemeinde, setzten gestohlene Adressen und anderen Nutzerdaten ein.

Jeder zweite deutsche Internetnutzer ist laut Forsa-Umfrage bereits Opfer krimineller Methoden geworden. Eine entsprechende und nicht repräsentative Umfrage auf Textberater.com ergab, dass etwa ein Drittel der Nutzer schon im Web abgezogen wurden.

Das BKA hat nun Behörden und Wirtschaft zu gemeinsamem Vorgehen gegen Internet-Kriminalität aufgerufen.

Mangelnde Kommunikation: Nutzer springen ab

Der Vorstoß kommt damit von der falschen Seite. Die Sicherheits-Warnung des BKA ist eine kommunikative Fehlleistung der Internet-Wirtschaft, die mit solchen Initiativen an der Reihe sein müsste.

Ergebnis mangelnder Aufklärung: Die Deutschen lassen wieder die Finger von Diensten rund ums Web-Geschäft. Laut Bitkom verzichtet bespielsweise jeder dritte Internetnutzer über 14 Jahren aus Sicherheitsgründen auf Online-Banking.

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1 Kommentar zu “Internet-Kriminalität: BKA warnt, Internet-Wirtschaft versagt”

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