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Interview: Marketing funktioniert nicht in den neuen Medien

Am Sonntag 29 November 2009 von Christina

Philip Kotler (78) gilt als Vordenker des modernen Marketings, kann der Branche aber kein gutes Zeugnis ausstellen, wenn es um aktuelle Herausforderungen geht.

Die Presse präsentiert hier ein knappes aber inhaltsreiches Interview mit dem ehemaligen Procter&Gamble-Chefvermarkter, der heute als Professor in den USA lehrt.

Zum Thema „Marketing ist ein Teil des Problems“ wird einerseits die Schuld an der Wirtschaftskrise auch den Marketing-Fachleuten in die Schuhe geschoben, da sie laut Kotler zu viele schlechte Produkte verkauft haben.

Wie das Internet die Werbe-Branche entmachtet

Andererseits gibt es eine interessante Einschätzung, inwieweit das Internet die Werbe-Branche entmachtet. Kotler wörtlich:

Social Media haben das „normale“ Marketing wirklich schwer getroffen. Nie zuvor hatte ein Individuum so viel Macht, die Meinung über ein Produkt zu formen. Wer im Internet 10.000 Kontakte hat und sich etwa über einen enttäuschenden Flug beschwert, wird zu einem echten Problem für jede Airline.

Marketing ist Konversation. Und je mehr Konversation abseits der gewohnten Kanäle im Internet passiert, desto geringer wird die Macht des Unternehmens, das Image seines Produkts zu beeinflussen.

Das sei das Ende der Massen-Vermarktung. Marketing im Internet funktioniere nur für Nischenplayer gut. Wer beispielsweise Nudeln verkaufe, habe keine Chance.

Mehr zum Thema:
„Marken folgen heute den Kunden – nicht umgekehrt“
Wie US-Unternehmen Social Media für PR und Marketing nutzen

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1 Kommentar zu “Interview: Marketing funktioniert nicht in den neuen Medien”

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