Jeder kann Verleger werden mit Miki

Am Donnerstag 27 August 2009 von Thomas

Im virtuellen Kiosk kann man auch noch Magazine von anderen Verlegern kaufen: Miki

Im virtuellen Kiosk kann man auch noch Magazine von anderen Verlegern kaufen: Miki

Mit einem neuen Corporate Publishing Tool wollen ein paar Gründer den Zeitschriften-Markt revolutionieren. Miki, ein Kunstwort aus Magazin und Wiki, lässt im Blog-Stil viele Autoren an einem virtuellen Hochglanzmagazin schreiben.

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Wertschöpfung mit Corporate Publishing

Ralf Greis und Marc Frey, Gründer der IntelliMedia AG, wollen das klassische Hochglanzmagazin ins Internet bringen. Mehrere Autoren sollen unabhängig voneinander ihre Beiträge verfassen.

Aber es geht im Kern nicht nur ums Schreiben. Auch bei der Artikel-Auswahl und damit der Redaktion des Magazins sollen die Nutzer zu Wort kommen.

Große Verlage im Boot

“Die Grundlage für unsere Innovation ist der Paradigmenwechsel, durch den User einen Teil des Medienentstehungsprozesses übernehmen sollen”, sagt Frey. Mit den Mikis werde der Einzelne Herausgeber und Chefredakteur seines Magazins.

Im Februar dieses Jahres ging my-miki.com offiziell an den Start. Einer der ersten Partner war der Condé-Nast-Verlag, Herausgeber von Glamour, Vogue und GQ.

Spox, Motor Presse und Readers Digest sind ebenfalls Kooperationspartner. Die Partnerverlage stellen die Basistexte als Grundlage für die Mikis zur Verfügung.

Geld verdienen und internationalisieren

Damit wollen sie ihre Reichweite steigern. Dafür kassieren die Miki-Gründer Lizenzgebühren. Außerdem sollen Werbung und E-Commerce Gelder in die Kassen spülen.

Immerhin sind schon mehr als 2.000 Mikis entstanden. Und Internationalisierung wird auch schon angedacht. Fünf Miki-Sprachversionen gibt es bereits.

Internet ausdrucken funktionierte bislang nur bedingt

Mit einem ähnlichen Thema gehen zwei 25-jährige Österreicher an den Start. Anton Waldburg und Karl Jo Seilern wollen, nur wenige Wochen nachdem in den USA ein ähnlicher Versuch scheiterte, einen Blog als gedruckte Zeitung vertreiben.

Theblogpaper (die Blogzeitung) soll in England erscheinen.

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