Fordern und fördern

Kompletter Neuanfang: Springer lässt Agenturen antanzen

Am Montag 21 September 2009 von Thomas

Den alten Hasen wurde bereits gekündigt. Jetzt hat der Springer-Verlag bestätigt, einen zentralen Agentur-Pool einzurichten, bei dem auch kleinere Dienstleister zum Zug kommen sollen. Ein schlauer Schritt, meint Textberater.com.
Springer-Sprecher Christian Garrels bestätigte gegenüber kress.de, dass die Axel Springer AG künftig weniger Werbeagenturen beauftragen wolle.

Agentur-Platzhirsche auf dem Prüfstand

Derzeit arbeiten knapp 40 Kreativ-Dienstleister für den Verlag. Im kommenden Jahr sollen es nur noch 20 bis 30 sein. Was genau Springer unter kleineren Dienstleistern versteht, wird sich dann zeigen. Jedenfalls wurde angedeutet, das Feld nicht allein den Platzhirschen überlassen zu wollen.

Die bekannten Agenturen sind beispielsweise Jung von Matt, die für das Flaggschiff Bild arbeiten, Euro RSCG, die sich um eine schöne “Welt” bemühen und Zum goldenen Hirschen, die sich bislang der TV Digital angenommen haben.

Wer ist drin?

Die bestehenden Partner haben bereits den Laufpass bekommen, doch vermutlich wird sich der eine oder andere Kandidat auch wieder in dem neuen Netzwerk wiederfinden.

Gerüchte um den krassen Wechsel in der Agentur-Politik hatte es schon im Vorfeld gegeben. Der “Kontakter” hatte das Gras wachsen hören.

Qualität und Transparenz fördern

Viel Konkretes gibt es allerdings auch jetzt noch nicht zu berichten. Immerhin scheint festzustehen, dass Springer-Vermarkter Axel Springer Media Impact die Koordination der Agenturen übernehmen wird.

Media Impact soll sich nicht unbedingt nur darum kümmern, Kosten zu senken. Es gehe vor allem um Flexibilität, Transparenz sowie einen einheitlichen Qualitätsstandard für die Zusammenarbeit mit den Kreativagenturen.

Gute Idee für gute Ideen

Textberater.com meint: So ein gründlicher Neuanfang ist unternehmensseitig immer ein gute Idee. So riesig werden die Überraschungen in Sachen Agentur-Wahl zwar nicht werden. Stattdessen empfiehlt sich so ein Pitch, also ein Vorsprechen verschiedener Anbieter, wenn den bestehenden Partnern die Ideen ausgehen.

Einmal auf die Probe gestellt, wird den Agentur-Partnern nämlich ganz schnell die eine oder andere frische Idee einfallen. Abseits davon: Auf dem Berater-Markt hat sich auch inhaltlich einiges getan. Da lohnt es sich, neue Kandidaten zu sichten.

Mehr zum Thema:
Kann eine PR-Agentur für zwei Konkurrenten gleichzeitig arbeiten?
PR Report Awards 2010
Große Firmen engagieren vermehrt Netzwerke von PR-Agenturen

Kommentieren ist momentan nicht möglich.