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“Marketing-Branche muss sich radikal ändern”

Am Mittwoch 4 November 2009 von Carl

Auf dem 37. Deutschen Marketing-Tag hat Mitorganisator Michael Schröder das Wehgeschrei der Werbebranche streng zurückgewiesen. In einem Interview wirft er den Kollegen vor, entscheidende Trends verschlafen zu haben.

Spiegel Online präsentiert hier ein Interview mit Schröder. Seine These: “Wir werden Echtzeit-Marketing lernen – oder untergehen”.

Grund für die sinkenden Etats und abwandernden Kunden sei, dass Kommunikationsexperten noch zu oft schlechte Arbeit machen. Schröder wörtlich:

„Wir sind zu bequem, denken zu altmodisch, beraten die Kunden falsch. Es wird wahllos Werbung auf möglichst vielen Kanälen geschaltet, um möglichst hohe Etats abzugreifen. Die Zielgruppe aber wird immer seltener erreicht. Die Möglichkeiten, Werbung zu schalten, haben sich vertausendfacht. Der Raum, in dem Kommunikation stattfindet, zerfasert, und wir Werber verlieren die Zielgruppen darin aus den Augen.“

Außerdem geht’s in dem lesenswerten Beitrag auch wie immer um Twitter und Facebook, den Bedeutungsschwund der Medien und darum, dass Unternehmen meist nicht wüssten, ob jetzt das Marketing, die PR-Abteilung oder der Vertrieb für einzelne Kommunikations-Kanäle zuständig seien.

Und auch die These vom Untergang der Alleskönner-Agenturen bringt Schröder: „Eine Ära der Nischenanbieter bricht an.“

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1 Kommentar zu ““Marketing-Branche muss sich radikal ändern””

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