Ranking
Münchner sind die treuesten Zeitungskäufer
Am Freitag 16 Juli 2010 von ChristinaDie Münchner lesen am meisten Zeitung und die Aachener am wenigsten – jedenfalls wenn es nach verkauften Pro-Kopf-Exemplaren geht.
Genauer gesagt kommen in der bayerischen Hauptstadt auf 100 Einwohner 34 verkaufte Zeitungen. Das sind mehr als in allen anderen deutschen Städten, wie eine Analyse des Medienportals MEEDIA.de ergab.
Dem Ranking zufolge landete Frankfurt am Main (32) auf dem zweiten und Düsseldorf (31) auf dem dritten Platz. Nur zwischen 18 bzw. 17 Zeitungen werden in Mönchengladbach und Aachen verkauft.
Konkurrenz belebt das Zeitungsgeschäft
Die Untersuchung zeigt: Vor allem in umkämpften Zeitungsmärkten mit viel Konkurrenz ist der Zeitungskonsum überdurchschnittlich hoch.
In München buhlen gleich vier ortsansässige Zeitungen um Leser: die Süddeutsche, die Abendzeitung, die TZ und der Münchner Merkur. Hinzu kommen die Münchner Ausgabe der Bild und die vielen überregionalen Blätter.
Auch in Frankfurt/Main gibt es mit der Frankfurter Rundschau, der F.A.Z., der Frankfurter Neuen Presse und einer sehr erfolgreichen Frankfurter Bild-Ausgabe große Konkurrenz.
Ähnlich ist es in Düsseldorf: Hier kämpfen u.a. die Rheinische Post, der Düsseldorfer Express, die Westdeutsche Zeitung, die kleinere NRZ und die Düsseldorf-Ausgabe der Bild gegeneinander.
Zur Analyse
MEEDIA hat die IVW-Verbreitungsanalyse 2010 Tageszeitungen genutzt, worin die Verkaufszahlen bis hin zur kleinsten Gemeinde aufschlüsselt werden. In die Wertung für das Rankings der größten Zeitungsstädte kamen die 50 Orte mit den meisten Einwohnern, von Berlin (3,40 Mio. Einwohner) bis Oldenburg (0,16 Mio.).
Die insgesamt montags bis freitags verkauften Zeitungen wurden ins Verhältnis zur jeweiligen Einwohnerzahl gesetzt.
Mehr zum Thema:
taz: So macht man Titelseiten
Schlagworte: Journalismus
Kommentieren ist momentan nicht möglich.
