Nachlese

Netz zweifelt am Nutzen der Xing-Firmenprofile

Am Freitag 27 November 2009 von Thomas

Schön UND gut? Xing sammelt Firmen

Schön UND gut? Xing sammelt Firmen

Zu teuer, reine Selbstdarstellung, keine Aufträge: Nachdem Xing jetzt mit Premiumangeboten für Unternehmensprofile ernst macht, mehren sich kritische Stimmen. Und da wären auch noch die branchenspezifischen Konkurrenten…

Das Online-Netzwerk Xing bietet jetzt auch kostenpflichtige Profile für Unternehmen. Ein Basiseintrag kostet 25 Euro, ein Preiumeintrag (genannt „Plus“) kostet 130 Euro im Monat. Mindestvertragslaufzeit ist jeweils ein Jahr.

Damit ergänzt das Business-Netzwerk sein Bezahlangebot. Personalberater können bereits eine sogenannte Recruiter-Mitgliedschaft anmelden.

Premium-Angebot – nächster Schritt

Und die gute alte Premium-Mitgliedschaft für Einzelpersonen läuft ja auch schon lange und generiert laut Heise.de 80 Prozent des Umsatzes, der im abgelaufenen Quartal bei 11,7 Millionen Euro lag.

Kein Wunder also, dass man die Bezahl-Mitgliedschaften ausbaut. Inwieweit das nützlich sei, beantwortet Xing in der entsprechenden Meldung:

“Potenzielle Kunden, Interessenten oder auch Bewerber finden neben Basisinformationen wie Adresse und Kontaktmöglichkeiten auch Mitarbeiterübersichten sowie interessante Statistiken auf den Unternehmensprofilen.”

Doch Nutzen und Kosten werden kontrovers diskutiert. Basicthinking.de fragt: „Doch 129 Euro dafür im Monat ausgeben?“

Und die Kommentare, die sich zu in vielen Online-Medien veröffentlichten Meldungen finden, gehen auch in die Richtung:

Für ein Großunternehmen ‘Peanuts’, für ein kleines Unternehmen mit nur ein paar Mitarbeitern vollkommen unangemessen.

Für mich *wären* sie relativ sinnvoll, man könnte nämlich suchen nach einem Unternehmen mit $Geschäftsfeld in $Stadt. Nur leider tauchen da viele meiner Konkurrenten auf, nur ich nicht. Auf die Frage warum: es müßten mindestens x (5?) Personen das gleiche Unternehmen in Ihrem

(Personen-)Profil eintragen, dann würde das Firmenprofil automatisch angelegt. Fein, ich bin Einzelunternehmer. Soll ich jetzt noch vier Fake-Profile einstellen?

Die Frage ist, warum man kleinere Firmen ausgrenzt.

Textberater.com meint: An dem Kritikpunkt mit der Firmengröße ist sicherlich was dran. Plus-Profile gibt’s beispielsweise von der Deutschen Telekom, Bertelsmann, Continental, Hubert Burda Media, Gruner+Jahr sowie die Deutsche Lufthansa und Accenture.

Allesamt Groß-Firmen, für die sich die Mitgliedschaft bereits gelohnt hat, wenn man eine Fachkraft pro Jahr darüber einsammelt. Und dafür stehen die Chancen nicht schlecht, da irgendwie jeder potenzielle Mitarbeiter in Deutschland auch bei Xing ist.

Ob man allerdings als Unternehmen tatsächlich Geschäftliches und Aufträge über Xing generiert – wer weiß? Muss man abwarten. Wäre aber eine Überraschung, da die Profile lediglich Unternehmen darstellen und keine Projekt-Aufträge ausgeschrieben werden können, wie beispielsweise bei Branchen-spezifischen Seiten wie dem Designer-Portal dasauge.de oder dem Immobilien-Netzwerk kon-ii.de.

Xing Profil für Unternehmen...

View Results

Loading ... Loading ...

Mehr zum Thema:
Burda erkauft Mehrheit bei Xing
Arbeitgeber entdecken langsam Social Media

Schlagworte: , , , , ,

1 Kommentar zu “Netz zweifelt am Nutzen der Xing-Firmenprofile”

  1. [...] This post was mentioned on Twitter by Dr. Marco Dick, Textberater.com. Textberater.com said: Netz zweifelt am Nutzen der Xing-Firmenprofile http://bit.ly/7WW0Co [...]