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Google Fast Flip: Miese Hilfe und neue Konkurrenz für Verlage

Am Dienstag 15 September 2009 von Christina

Wie auch schon der Konkurrent Bing hat Google jetzt ein bisschen mehr auf Bilder umgesattelt. Fast Flip zeigt Sreenshots von Nachrichten-Seiten und beteiligt bei der eingeblendeten Werbung auch die Verlage – allerdings an einem Geschäft, dass sie gerne allein betreiben würden.


Fast Flip, so Google-News-Manager Josh Cohen, sei eine Art neue Benutzeroberfläche für einen Google-News-artigen Dienst.

Dabei werden Screenshots erstellt, also Fotos von Nachrichtenseiten. Klickt der Nutzer auf das Bild, wird er auf die Urheber-Seite weitergeleitet.

Die eigentliche Innovation ist jedoch, dass Verlage an der eingeblendeten Werbung mit verdienen. Zum Start des Angebotes in den USA sind unter anderem die New York Times, der Atlantic, die Washington Post und Newsweek im Boot.

Spiegel Online bemängelt den neuen Service:

Schnell geht all das in der Tat – bis man tatsächlich einen Artikel lesen möchte und dann warten muss, bis die eigentliche Nachrichtenseite aufgerufen wird.

Fast Flip durchbreche erlerntes Suchverhalten und zeige ausschließlich funktionslose Web-Seiten-Dummies.

Verlage sollen Google lieben müssen

Google will Fast Flip offenbar als Offerte für die verärgerten Verlage verstanden wissen. Man wolle den Verlegern helfen “Publikum zu erreichen, die Leser dazu zu bringen, sich mit ihren Inhalten auseinanderzusetzen, Geld zu verdienen”, sagte Google-News-Manager Cohen.

Aber ob das die Verlage auch so sehen? Bei der eingeblendeten Werbung mischt sich Google nämlich in das Kerngeschäft der Medien-Branche ein. Nicht Adwords (also Textanzeigen) sondern Bannerwerbung gezielt gestreut passend zum Inhalt – das Feld wollen die großen Vermarker Deutschlands ja gerade für sich erobern.

Und auch beim Micro-Paiment für die Bezahl-Inhalte haben sich jedenfalls die US-Verlage kritisch geäußert: Am Ende gäbe es für Google mal wieder mehr zu gewinnen als für die Verlage. Das stimmt natürlich.

Wie immer: Fast Flip gibt’s erst mal nur in den USA.

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