Nobelpreisträger fordert Regulierung von Medien und PR

Am Mittwoch 21 Oktober 2009 von Carl

Zum Thema Bildungsfunktion der Medien hat sich der 75-jährige Chemie-Nobelpreisträger Richard R. Ernst in der Schweiz zu Wort gemeldet. In einem Interview bringt er die These, dass sich der Meinungs-Markt nicht von allein regulieren wird.

“Medien haben eine Bildungsfunktion” – das ganze Interview gibt’s hier auf den Seiten von Persönlich.com.

Hauptsächlich geht es im dem Beitrag um die Moral sich selbst regulierender Märkte. Doch das sei nicht das Allheilmittel, wie man an Wirtschaftskrise, Zerfall der Werte und Sinnkrise der Gesellschaft sehe.

In Sachen verantwortliches Handeln kommt Richard R. Ernst auch auf das Zusammenspiel von Medien und Public Relations.

Es braucht klare Regeln

Medien verspielten das Vertrauen der Leser, wenn Sie sich lediglich aus Werbeeinnahmen finanzieren. Allein die Verarbeitung von vorgefertigtem Material der PR-Kollegen – das könne nicht die Zukunft des Journalismus sein.

Vielmehr müssten sich die Journalisten auf ihre Stärken als Beobachter und Analysatoren besinnen und ihre eigenen Prinzipien in der Öffentlichkeit kundtun.

Neben der Forderung nach mehr Meinung und rigorose Offenlegung der Interessenbindungen von Journalisten, präsentiert Ernst auch seine Einschätzung: Die Banalitäten gewinnen laut Ernst in den Berichten der Medien die Überhand.

Sie würden lediglich aufgeblasen, um den Lesern und Zuschauern eine gewisse Wichtigkeit zu vermitteln. „Dahinter steht klar ein rein kommerzielles Interesse“, so Ernst. Im Überlebenskampf dürfe man die Meiungs-Vermittler jedoch nicht ohne klare Regeln allein lassen.

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