Analyse

Nutzer werden sich auf eine Online-Community spezialisieren

Am Sonntag 13 September 2009 von Carl

“The winner takes not all, but most of it”, so das Kalkül der konkurrierenden Web Netzwerke wie Facebook, StudiVZ oder XING.

Facebook verdient schon Geld, so Christoph Neuberger vom Institut für Kommunikationswissenschaft der Uni Münster, da Drittanbieter Marketing mit kostenpflichtigen Applikationen betreiben.

Auch XING mache mit seinen Premium-Konten Geld. Und Spekulationen zufolge, werde Twitter Unternehmen bezahlte Nutzerkonten anbieten, mit denen Marketing-Tweets an potenzielle Kunden versendet werden können.

Schwieriges Geschäftsmodell mit Werbung

Trotzdem: “Im Web 2.0 will niemand für den Service zahlen”, sagt Trendforscher Patrick Schenck vom Hamburger Trendbüro. Und Nutzer reagierten scheu auf Werbung, ergänzt Medienanalyst Harald Heider von der DZ Bank. Facebook Mitgründer Chris Hughes ist da optimistischer: Wichtig sei nur, dass Werbung das Online-Erlebnis der Nutzer nicht beeinträchtige.

Heider ist sich sicher: “Die Nutzer werden sich bald auf jeweils ein Portal konzentrieren – ein soziales Netzwerk, eine Suchmaschine, eine Verkaufsseite”. Dabei seien internationale Netzwerke wie Facebook im Vorteil gegenüber den Community-Patrioten wie StudiVZ.

Experten rechnen mit einer deutlichen Zunahme der Teilnehmer an sozialen Netzwerken. Derzeit wachsen die Communities monatlich im zweistelligen Prozentbereich.

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