Umfrage

Nutzer würden bis zu einen Euro pro Online-Artikel zahlen

Am Montag 12 Oktober 2009 von Thomas

Hätten Paid-Content-Protagonisten wie Verleger Hubert Burda und Medien-Mogul Rupert Murdoch das geahnt…

…sie hätten vielleicht weniger reißerisch in die PR-Posaune zur Rettung des Journalismus gestoßen. Die Ergebnisse der Umfrage skizzieren nämlich einen fruchtbaren Nährboden für Paid Content.

Natürlich ergab die Umfrage des Branchenverbands Bitkom, dass die Mehrheit der Internetnutzer nicht für Online-Artikel zahlen wolle. Aber bei einer Frage, bei der ein Nein als Antwort schon fast als absurd gelten muss, ist jedes Ja ein starkes Signal.

Junge Zielgruppe am zahlungswilligsten

Jeder sechste Online-Leser würde für bislang kostenlose Nachrichten aus dem Internet auch Geld bezahlen. Die Schmerzgrenze liegt laut Bitkom bei einem Euro pro Artikel.

Am höchsten sei die Zahlungsbereitschaft bei Nutzern unter 30 Jahren: Fast 20 Prozent der Altersgruppe würden für journalistische Artikel im Internet zahlen.

Von den grundsätzlich Zahlungswilligen würden 93 Prozent bis zu zehn Cent pro Artikel zahlen. Jeder Zweite wäre mit bis zu einem Euro dabei.

Bitkom-Vizepräsident Berg: Die Anbieter seien gefordert, mit intelligenten Geschäftsmodellen dazu beizutragen, dass auch im Internet nach und nach eine Bezahl-Kultur heranwächst.

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5 Kommentare zu “Nutzer würden bis zu einen Euro pro Online-Artikel zahlen”

  1. Niedermeyer sagt:

    Für Nachrichten wurde noch nie bezahlt. Nachrichten können nicht geschützt werden und außerdem werden immer genügend Newsseiten diese kostenlos anbieten.

    Zahlungsbereitschaft besteht bei den Lesern für Dossiers und Hintergrundmaterial. Die journalistische Aufarbeitung des Tagesgeschehens und natürlich spezielle Angebote (Marktübersichten, Testberichte, Ratgeber) bieten den notwendigen Gegenwert für Paid Content.

    Allerdings ist dabei zu bedenken, dass pro Klick auf ein Werbebanner einige Cent bezahlt werden und mit Paid Content diese Klicks von den nicht zahlenden Lesern entfallen.

    Falls 95 Prozent durch Zahlungspflicht wegbleiben sollten, sehe ich keine Chance mehr mit den Einnahmen aus Paid Content die Verluste bei der Werbung zu kompensieren.

    Ich habe in meinem Umfeld eine nicht-repräsentative Umfrage gemacht: Es besteht für Angebote wie Speigel.de eine Zahlungsbereitschaft bei über der Hälfte meiner Bekannten 1 € pro Monat zu bezahlen. 1 € pro Artikel wollte keiner ausgeben. 1 Cent pro Artikel würde auch akzeptiert. Allerdings meinte die Mehrheit, man würde sich dann halt einfach eine Zeitung kaufen. Das wäre auch nicht teuerer.

    Ich vermute, die Umfrage sollte dieses Ergebnis bringen und es wurde halt entsprechend gefragt. Mit der Realität hat die nichts zu tun.

  2. concours sagt:

    Ich schätze, je nachdem wo man die Umfrage macht, kommt ein ganz ander Ergebnis raus. Die Zielgruppe würde es nicht bezahlen, wenn die gleiche Information kostenlos frei zugänglich im Netzt ist.

  3. [...] This post was mentioned on Twitter by Tran, Le Thien Phuc and Christina Georgiadis. Christina Georgiadis said: Nutzer würden 1 Euro pro Online-Artikel zahlen http://bit.ly/12M8ZV [...]

  4. Frank Walther sagt:

    Nutzer würden bis zu einen Euro pro Online-Artikel zahlen: das glaubt Ihr doch wohl selber nicht?

  5. Helmutk sagt:

    Ob 10 Cent oder 1 € pro Artikel, das ganze haben enweder die Nutzer nicht verstanden oder die Fragesteller. Für 1 € bekomme ich eine ganze Tageszeitung. Und da sind mehr als ! Artikel drin. Zudem sind die etablierten Zeitungen ihr Geld nicht wert. Kritiklos und weichgespült wird da Meinungsmache betrieben zugunsten hohler Phrasen diverser Politiker. Die alternative, besser informierende Presse, ist sowieso kostenlos.