Online-Pressearbeit: Linke und Jusos sind die Besten der Schlechten
Am Dienstag 30 Juni 2009 von ThomasVier Monate vor der Bundestagswahl hat das prmagazin die antretenden Parteien unter die Lupe genommen. Fazit insgesamt: Pressearbeit mangelhaft – vor allem, weil die Online-Arbeit noch nicht auf dem neuesten Stand sei.
Barack Obamas Onlinewahlkampf gilt als vorbildlich. Schnell galt das Web 2.0 im Superwahljahr als entscheidender Faktor. „Doch gemessen an den Präsidentschaftswahlen in den USA, gleicht der deutsche Webwahlkampf bisher einem Versuchslabor“, so das prmagazin hier.
Inhalt entscheidet
Können die US-Rezepte hier funktionieren? Und worin unterscheiden sich die Parteien bei ihren Internet-Strategien? Die Ergebnisse:
Abgeschlagen sind Grüne Jugend und CSU (Gesamtnote 4) sowie FDP (3,8). Kaum Kontaktmöglichkeiten im Netz. Und Anrufe bzw. Emails werden auch nur sporadisch beantwortet.
Testsieger ist Die Linke mit der Gesamtnote 1,5. Auf Platz zwei landeten die Jusos (1,8) mit Topbewertungen für Reaktionstempo und Antwortqualität.
Immerhin schafft die CDU eine 2,5. Obwohl Reaktions-Zeiten und Kontakt-Möglichkeiten auf den politischen Webseiten vorhanden sind, fehlte es an Inhalt. Dem prmagazin gefiel es beispielsweise nicht, dass nach einem oberflächlichen Interview selbst die Zitate nicht freigegeben wurden.
Bewertungskriterien im Ranking waren die Zeit bis zum Finden des richtigen Gesprächspartners, die Zeit bis zur Reaktion und der Inhalt der Auskunft. Aus den drei Werten wurde eine Durchschnittsnote zwischen 1 (sehr gut) und 4 (schlecht) ermittelt, wobei die Qualität der Auskunft doppelt zählt.
Unterdessen melden sich Kritiker der großen Parteien auf Spiegel Online hier zu Wort.
Schlagworte: Online Wahlkampf, Online-PR, Ranking Politik
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