Video des Tages
Österreichs Armee im feministischen Kreuzfeuer
Am Freitag 29 Januar 2010 von Thomas
Feministinnen protestieren, Web-Community spottet, und das österreichische Verteidigungs-Ministerium trat den Werbe-Rückzug an. Der Grund liegt auf der Hand und mittlerweile auf Youtube, was den einst ungelenken Werbe-Gag zum unkontrollierbaren Kollateralschaden werden lässt.
Bis hierhin durchaus witzig: Weil im Sportwagen des ungedienten Machos kein Platz ist, würden die hübschen Mädelz lieber in den eben vorrollenden Panzer eines österreichischen Soldaten steigen.
Aber der Film ist keine Til Schweiger-Produktion, sondern ein Werbespot des Verteidigungsministeriums. “Kommt zum Bundesheer”, lautet die frohe Botschaft – Teil der Kampagne “Heer 4U”.
Macher des Filmchens ist die Abteilung Personalmarketing des Heeres. “Unser Clip ist so deppert, dass es schon wieder genial ist”, verteidigte Marketing-Mitarbeiter Oberst Johann Millonig in der “Süddeutschen Zeitung” den Film.
Aber sehen Sie selbst
Mittlerweile hat man sich von dem Filmchen distanziert. Grund: Eine Feministin beschwörte in verschiedenen Medien die bekannten Formeln von männlicher Unterdrückung.
Zu unrecht: Schließlich spricht der Spot gerade junge Frauen an. Beim nächsten Mal sollten sich die Macher jedoch im Voraus auf Kritiker einstellen und schon mal überlegen, was man denen erwidern könnte.
Wie auch hier gilt nämlich für viele virale Kampagnen: Die Reichweite steigt, wenn man zu polarisieren versteht.
Schlagworte: Guter Stil, Pannen, PR-Affäre, Video, Web 2.0, YouTube

[...] This post was mentioned on Twitter by Axel Haitzer and Textberater.com, Klaus Niedermaier. Klaus Niedermaier said: "So deppert, dass es schon wieder genial ist". Also an dem "genial" habe ich so meine Zweifel… http://bit.ly/c29mAJ [...]