Journalismus und Verkauf
PR-Filmchen: Spiegel TV gründet Tochter-Firma
Am Mittwoch 23 September 2009 von ThomasSpiegel TV hat sich in Sachen „Wir machen’s auch für Geld“ entschlossen – aus strategischen Gründen.
PR-Filmchen von Spiegel TV sind nichts neues. Neu ist allerdings, dass man das journalistische Geschäft klar von den bezahlten Aufträgen trennt. Gegenüber “Kontakter” bestätigte der Spiegel-Verlag, dass man mit Ericus Media GmbH ausschließlich den Bereich Corporate Media beackere.
Ericus steht unter der Leitung von Spiegel TV-Chef Dirk Pommer und Nabil Moghib, Herstellungsleiter Digitale Medien bei Spiegel TV.
Journalistische Marke nicht beschädigen
Ziel der Firma sei die Durchführung von Co- und Auftragsarbeiten für den nationalen und internationalen Markt im Bereich Corporate Media, insbesondere für gewerbliche Kunden.
Die Trennung von Ericus und Spiegel-TV solle vor allem dafür sorgen, dass die journalistische Marke “Spiegel” nicht unter der PR-Auftrags-Arbeit leide.
Worüber man nicht sprechen wollte, waren die anderen Gründe, die für eine getrennte Firma sprechen. Die sind nämlich auch nicht schlecht.
Geschäftsfeld ungestört ausbauen
Mit Corporate Media Aufträgen betritt Spiegel ein Feld, das in Sachen tragfähiges Geschäftsmodell den ausschließlich journalistischen Angeboten überlegen ist. Im Klartext: Da gibt es eine Menge Geld zu verdienen.
Soll das Geschäft ausgebaut werden, darf es nicht unter dem Dach der Spiegel TV-Mutter feststecken. Dort müsste man den Erfolg nämlich mit den anderen Abteilungen teilen. Das behindert nicht nur Wachstum, sondern zunächst vor allem die Messbarkeit von Erfolgen.
Sollte im Umkehrschluss Ericus nämlich schlecht laufen, muss man es so auch nicht aus dem Spiegel TV-Topf querfinanzieren.
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Schlagworte: Experten & Wissen, Journalismus, Marketing, Medienmanagement, Werbung
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