Strategie-Tipps

PR in Social Media

Am Montag 17 August 2009 von Christina

Communities haben ihre eigenen Regeln der Kommunikation, und die Konkurrenz schaut immer zu: Die richtige PR-Ansprache an Journalisten in Social Media ist keine Zauberei, wenn die Strategie stimmt. Textberater.com hat über den großen Teich geschaut, was die PR-Kollegen raten.

Eric Seymour ist Chef der US-amerikanischen PR-Agentur March Communication, die ihre Kunden mit umfangreichen Social Media-Paketen glücklich macht.

Natürlich hat Seymor auch einen Blog, in dem es von Zeit zu Zeit gute Tipps aus dem Leben eines Social Media Profis gibt.

Die Kunst von PR in Social Media bestehe darin, sich positiv hervor zu tun – gegenüber der Zielgruppe in dem Sinne, dass man den Regeln des jeweiligen Mediums folgt. Und natürlich muss man sich auch positiv von der Konkurrenz unterscheiden.

Klingt komplexer als es am Ende ist. Seymor fasst die ganze Kunst nämlich in drei knappen Stichpunkten zusammen:

- Wähle die Waffen sorgfältig: Social Media wie Skype, Twitter oder Facebook macht transparent, ob die Zielperson oder Zielgruppe gerade online ist. Solche Informationen müsse man nutzen und die Situation perfekt wählen.

Dabei könne allerdings auch die Alternative interessant sein. Ist beispielsweise ein Journalist sehr aktiv in Sachen Microblogging – was ja mittlerweile von Twitter praktische jede Social Community übernommen hat – empfiehlt Seymor die gute alte E-Mail.

Warum: Weil die Konkurrenz zuschaut. Seymor beschreibt einen Fall, in dem er gezielt nicht auf einen Tweet eines Journalisten geantwortet hatte, weil er durch seinen Kommentar eine Diskussion heraufbeschworen hätte.

Riecht die Konkurrenz oder die Öffentlichkeit den Braten, kann es dem Journalisten bereits verwehrt sein, die Story aufzugreifen. Zu durchsichtig wäre das PR-Motiv hinter der nächsten Story.

- Handle mit hochwertigen Informationen: Es ist tatsächlich nicht so schwer, beispielsweise auf dem Business-Netzwerk XING im Gespräch zu bleiben. Jede Änderung am eigenen Profil, jede Frage an die Community und sogar der Upload eines neuen Profilfotos zieht meist zahlreiche Bekannte auf die eigene Seite.

Müsste nur noch gelingen, das Interesse der Kontakte auf Themen zu lenken, die mit der eigenen PR-Arbeit zu tun haben. Aber Seymor schätzt die Chancen dazu als gut ein. Man müsse nicht ständig neue Artikel verfassen. Aber man müsse schon regelmäßig, also mindestens einmal pro Woche, Informationen nachschieben, die für die Zielgruppe (in dem Fall Journalisten) interessant ist.

- Pack sie bei ihrer Eitelkeit: Wer die letzten Artikel eines Journalisten kennt, hat gute Karten in einem der nächsten Artikel zu erscheinen. Klingt einfach, ist aber laut Seymor einfach so. Genauso sei es mit Bloggern.

Blogger gelten nicht ganz zu Unrecht als Selbstdarsteller 2.0. Ihre Themen sind ihr Stolz. Wer die Themen anzupacken versteht, packt die Schreiberzunft auch bei ihrer Eitelkeit. Wie erfolgsversprechend das ist? Gegenfrage: Wer ist nicht eitel?

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