Rechtschreibfehler sterben aus

Am Dienstag 30 Juni 2009 von Thomas

Die Rechtschreibreform macht es immer schwieriger, echte Fehler zu fabrizieren. Und die Nachschlagewerke zur deutschen Sprache werden wohl nie wieder auf einen gemeinsamen Nenner kommen.

Torsten Harmsen schreibt im Feuilleton der Berliner Zeitung (27./28. Juni 2009) vom totalen Schreibchaos. Heißt es nun Asyl suchend oder asylsuchend, seit Neuestem oder seit neuestem, tschau oder ciao?

Einheitlichkeit vom Tisch

350 Abweichungen der Schreibweise hat der Autor allein durch einen Vergleich des Dudens mit dem Rechtschreibe-Lexikon Wahrig ausfindig gemacht. „Wie einer schreibt, hängt jetzt davon ab, welches Buch er zufällig zu Hause hat“, sagt Harmsen.

Eigentlich hätte der Rechtschreibrat die Aufgabe übernommen, die Korrekturen der Reform zu lenken. Doch Ratsvorsitzender Hans Zehetmair beschränke sich auf stille Beobachtung – so als Hobby.

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