PR-Experte über Formel 1 Rückzug
“Schumis Image unbeschädigt”
Am Dienstag 11 August 2009 von Thomas
Es wäre das Comeback des Jahres gewesen: Michael Schumacher kehrt jedoch aus gesundheitlichen Gründen nicht zur Formel 1 zurück. War der Rückzieher imageschädigend? Kommunikations-Guru Andreas Fischer-Appelt sagt nein. Textberater.com mit einem kritischen Kommentar.
Spiegel Online hat hier ein kurzes und knackiges Interview veröffentlicht mit Fischer-Appelt, Gründer und Geschäftsführer einer der führenden Kommunikations-Agenturen Deutschlands.
Und die Fragen sind berechtigt: Rückzieher statt Comeback – so etwas kann nach hinten losgehen.
Da müssen die Fans durch
Aber Schumacher hat laut Fischer-Appelt absolut richtig kommuniziert. Er habe zum Beispiel immer angekündigt, dass er vor den Einstieg in den Ferrari seine körperliche Tauglichkeit testen müsse.
Und in Sachen Fitness gab es dann leider keine guten Nachrichten für Schumacher. Die Fans sind enttäuscht. Aber Fischer-Appelt winkt ab: Da müssten die durch, ein Schumacher sei eben einzigartig.
Auch an der Marke Ferrari habe es durch Schumis Rückzieher keine Schrammen gegeben. Schließlich ging es in den letzten, aufregenden Tagen immer um Schumacher und nicht um Ferrari.
Kommentar
Textberater.com meint: Glückstreffer für Fischer-Appelt in Sachen Image. Vermutlich wird weder Ferrari noch Michael Schumacher aus Markensicht langfristigen Schaden aus dem Hin und Her davontragen.
Voll daneben in Sachen Kommunikations-Einschätzung: Fischer-Appelt rationalisiert einen chaotischen Prozess. Er unterstellt Schumi, von Anfang an eine Art Krisen-PR-Plan in der Tasche gehabt zu haben. So ein Plan hätte jedoch vorgesehen, dass Schumacher erst mal den Fitness-Test macht, anstatt sich lautstark zurückzumelden.
Schlagworte: Journalismus, Krisen-PR, PR Strategie
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