Unglück in Chile
Suche nach Erdbeben-Opfern übers Netz
Am Sonntag 28 Februar 2010 von ChristinaHäuser und Brücken stürzten ein, Straßen und Autobahnen rissen auf und ganze Regionen waren ohne Wasser und Strom, als gestern früh um halb vier in Chile die Erde bebte. Über 300 Tote sind bislang registriert. Die Suche nach unzähligen Vermissten läuft jetzt auch über Google, Twitter und Facebook.
Das Epizentrum des Bebens lag tagesschau.de zufolge ungefähr 115 Kilometer vor der Küste von Concepción, der zweitgrößten Stadt des Landes. Mit einer Stärke von 8,8 war es 50 Mal stärker als das verheerende Unglück kürzlich in Haiti.
Die verheerenden Folgen: Eineinhalb Millionen Häuser sind zerstört oder schwer beschädigt, mindestens zwei Millionen Menschen sind obdachlos.
Google-Personenfinder: “Ich suche jemanden”
Noch am Samstag startete der US-Konzern Google laut süddeutsche.de eine Personen-Suchfunktion, die unter chilepersonfinder.appspot.com abrufbar ist.
Unter “Ich suche jemanden” kann der Name eines Vermissten eingegeben oder unter “Ich habe Informationen über jemanden” Informationen über Vermisste hinterlegt werden. Am Samstagabend zählte die Seite süddeutsche.de zufolge bereits rund 1.400 Einträge. Eine ähnliche Funktion hatte der Internetriese nach dem Erdbeben in Haiti Mitte Januar eingerichtet.
Auch via Facebook oder Twitter suchen Angehörige nach ihren Vermissten. Zahlreiche Menschen schrieben Hilferufe und Appelle auf ihre Facebook-Seiten. “Bitte ruft mich an, wenn jemand ein Zeichen meiner Eltern hat, dass es ihnen gut geht”, schrieb etwa Carlos Jaque auf sein Profil. Ein Freund antwortete: “Ich habe mit deinem Vater telefoniert, die Verbindung brach ab, aber ich glaube, es geht ihnen gut.”
Schlagworte: Google, Social Media, Web 2.0
Dieser Beitrag wurde am Sonntag 28 Februar 2010 um 16:41 Uhr von Christina veröffentlicht und unter News gespeichert. Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS 2.0-Feed verfolgen. Momentan ist weder das Kommentieren noch das Setzen eines Trackbacks möglich.
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