Blick über die Landesgrenzen

Teenager sind die neue Blogger-Elite

Am Donnerstag 10 September 2009 von Christina

Schlechte Fotos, viel Charme: Style Rookie wird unter anderem auch von dem Modelabel 7Trends zitiert

Schlechte Fotos, viel Charme: Style Rookie wird unter anderem auch von dem Modelabel 7Trends zitiert

Das andere Meinungs-Medium, Der Freitag, hat sich richtig ins Zeug gelegt: Wie schaffen es die Teenies, als Blogger schon jetzt von Unternehmen hofiert zu werden? Die Antwort scheint immer die gleiche zu sein.

Die Top 6 der Teen-Blogger:

Tavi Williams, Modebloggerin im Style Rookie

Hier geht’s um Mode. Ihr Durchbruch war die Liebeserklärung der New York Times

Kristin Prim, Mode und Style im Shopping Guru

Ihre bislang einträglichsten Meilensteine in Sachen Reputation war der Artikel in der französischen Glamour, der Teen Vogue und der amerikanischen Elle.

Julie Zeilinger, Feministin in The F Bomb

Hat schon im Feministen-Blog Nummer 1 mitgeschrieben, in Jezebel.

Stephen Yellin, Politikschreiber in The Yellin Report

Stephen begann mit 13 unter dem Pseudonym Mr. Liberal zu bloggen. Inzwischen ist er 21. Durchbruch: Kolumne für den The Daily Kos, was ihn in den Staaten zu einem Phänomen werden ließ. Die New York Times stellte ihn vor und er war 2004 Teil des Pressekorps der Demokraten.

Nick Normile, Feinschmecker in Foodie at Fifteen

Nick wird auch mal ins 5-Sterne-Restaurant eingeladen – auf Kosten des Hauses.

Charlie Lyne, Filmkritiker in Ultra Culture

Der selbsternannte „beste Film-Blog des Vereinigten Königreiches“ hat seinem Schöpfer den Ruf eines ernstzunehmenden Filmkritikers eingebracht.

Das Geheimnis der erfolgreichen Jung-Blogger sei immer das Gleiche: Sie werden von großen Medien zitiert, dann kommen die Unternehmen und bieten satte Schmankerl an.

Nicht so wichtig auf dem Weg zum Blogger-Star seien nennenswerte Zugriffszahlen auf die Beiträge. 13.000 Besucher im Monat – das ist überschaubar.

Mädchen am interessantesten

Das Interesse erklärt sich wohl eher so: „Erwachsene waren schon immer auf Einblicke in das Denken von Teenagern begierig – ganz besonders die Geschäftswelt“, so Der Freitag.

Das Kalkül: „Irgendwo da draußen ist das nächste große Ding und mit angrenzender Sicherheit wird es in den Köpfen von Teenagern geboren.”

Eine Expertin sagt in dem wirklich lesenswerten Beitrag, der offenbar aus dem Guardian übersetzt wurde: Medien und Unternehmen seien vor allem an jungen Mädchen interessiert. Einerseits stürze sich die Mode-Industrie aus Tradition auf die jungen Dinger. Und außerdem seien Jungs-Sachen einfach nicht so interessant.

Stellenanzeige von Textberater.com mit einem Augenzwinkern:

Jung-Redakteurin gesucht. Qualifikation: Nicht älter als 13 Jahre.

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