Wogen geglättet
Trigema-Chef: Kein Image-Schaden durch Twitter-Watsche
Am Samstag 8 Mai 2010 von Thomas
Seine Äußerungen seien verkürzt wiedergegeben worden und hätten seiner Meinung nicht entsprochen, sagt Trigema-Chef Wolfgang Grupp. Für seine Bezeichnung der Twitter-Nutzer als Idioten hat sich Grupp jetzt entschuldigt. Textberater.com mit einer Einschätzung.
Auf innovativ-in.de stehen zahlreiche Artikel, zu denen es nicht einen einzigen Kommentar gibt.
Aber dann polterte Trigema-Boss Grupp und zack: 191 Kommentare zu seinem Twitter-Abwatsch-Interview hier. Und bereits 41 Kommentare zu seiner Entschuldigung hier.
Virale Aktion?
Twitter-Nutzer seien natürlich keine Idioten, wie man es im ersten Interview vielleicht verstanden haben könnte. Und die Sache mit dem bösen Internet, naja, Trigema habe ja auch einen Online-Shop, einen Twitter-Account und ein Facebook-Profil.
Erste Ideen kursieren durchs Netz, Grupp habe mit seinem Gepolter nur mehr Fans auf seine Facebook-Seiten oder Follower auf seinen Twitter-Account ziehen wollen.
Das sind jedoch nur Spekulationen. Selbst wenn das das Ziel der „versteckt viralen Aktion“ gewesen wäre; geklappt hat es nicht sonderlich gut. Gut 300 Follower hören dem zwitschernden Trigema-Affen auf Twitter zu.
Passt alles ins Image
Viel interessanter ist da schon die Frage, inwieweit die Marke Trigema einen Image-Schaden vom Social Media Getöse davontragen wird?
Vermutlich hat das Image des Unternehmens nur leichte Kratzer bekommen, schreibt mediadigital hier.
Und auch Textberater.com meint: Schon die schnelle Entschuldigung durch den Trigema-Boss selbst, hat die Wogen schnell geglättet. Und auch wenn konventionelle Medien jetzt auf Leserfang Grupps Geschimpfe gehen (Die Welt veröffentlichte online heute um 4 Uhr erst den Artikel “Trigema-Chef ätzt gegen Twitter”), das Thema ist eigentlich schon wieder vom Tisch. Weitere Gründe, warum das Interview für Trigema nicht zum Social-Media-Desaster wird:
- Harte Worte sind im Web nichts Ungewöhnliches.
- Grupps authentische Art ist ein Image, dem man auch mal einen Ausrutscher verzeiht.
- Die Hälfte der Artikel-Kommentatoren und Facebook-Mitdiskutierern scheinen Social Media Berater zu sein. Heißt: Die Dichte der echten Meinungen im Vergleich zu der Anzahl von beruflichem Interesse geleiteten Posts ist recht gering.
- Selbst wenn das ursprüngliche Interview inhaltlich korrekt die Meinung des Trigema-Chef wiedergegeben hätte: Man spürt viel Verständnis zwischen den Zeilen der Kritiker.
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Schlagworte: Analyse, Guter Stil, Internet-Publikationen, Krisen-PR, nachhaltige Kommunikation, Pannen, PR-Affäre, Social Media
Dieser Beitrag wurde am Samstag 8 Mai 2010 um 08:08 Uhr von Thomas veröffentlicht und unter News gespeichert.
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Und letztlich hat er ja auch Recht.