Neue Medien

US-Firmen verdienen schon Geld mit Web 2.0

Am Freitag 28 August 2009 von Thomas

Aus Kritikern Freunde machen: Dell bei Facebook

Aus Kritikern Freunde machen: Dell bei Facebook

Deutsche Unternehmen haben Nachholbedarf, meldet die Welt Online. Sie vernachlässigen die digitale Mund-zu-Mund-Propaganda sträflich, anders dagegen in den USA.

Die Welt präsentiert hier einen lesenswerten Artikel voller Beispiele, wie Unternehmen in den USA die neuen Möglichkeiten des Internets nutzen.

Allen voran Computermogul Michael Dell, der zu seinem Web 2.0-Glück gezwungen wurde, als ein verärgerter Blogger 2005 einen Rachefeldzug heraufbeschwor. Das Thema griffen Medien auf und schwupps, 2006 war die Reputation im Keller.

Dell machte aus der Krise eine Chance

Aber die Dell-Marketing-Strategen entdeckten die Vorzüge der Interaktion mit den Nutzern im Web. Dell richtete einen Blog ein, Direct2Dell. Auch wenn das Geschäft derzeit nicht so gut läuft, in Sachen Kommunikation geht Dell mit seinen Engagement auch in anderen sozialen Netzwerken den richtigen Weg.

Und Dell hat namhafte Gesellschaft: Starbucks, die Fastfood-Kette Dunkin‘ Donuts, der Sportartikelhersteller Nike und die Computerschmiede IBM.

Nutzung von Social Media im Vergleich:

Unter den deutschen Konzernen gilt Web 2.0 bestenfalls als interessant. 75 Prozent der deutschen Unternehmen haben kein Blog. Etwa 70 Prozent aller US-Unternehmen betreiben laut einer Umfrage unter amerikanischen Werbetreibenden aktives Internetmarketing mit Blogs, Foren und sozialen Netzwerken.

Eine Studie der PR Com in München ergab außerdem, dass 22 der 30 Dax-Unternehmen den Microblogging-Dienst Twitter nutzen, meist jedoch nur zaghaft.

Mittelstand am Zug

Die Welt Online sieht vor allem Potenzial für den Mittelstand, mit trendigen Marketing-Ideen zu punkten. In dem Artikel kommt auch ein Medienexperte zu Wort, der Web 2.0 als „eine Art Feldrekrutierung der Gemeinschaft“ begreift.

Das heißt, im Marketing wechselt das Paradigma weg von Werbebriefen hin zu unaufdringlichen und eleganten Wegen, Kontakt zum Kunden zu halten.

Interessanter aber ein nur angedeuteter Aspekt in dem Artikel: Die Reise in die total vernetzte Kommunikation ist unumkehrbar.

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