Worst Practice

Vodafone goes Social Media

Am Freitag 10 Juli 2009 von Thomas

Blogger Urgestein Sascha Lobo für Vodafone

Blogger-Urgestein Sascha Lobo für Vodafone

Als eines der ersten deutschen Großkonzerne nutzt Vodafone das Web 2.0 in voller Bandbreite zu PR-Zwecken: Es wird gebloggt, getwittert und gefacebookt. Richtiger Schritt, doch gerade von den Kommunikations-Profis hagelte es Kritik.

Sogar Blogger-Urgestein Sascha Lobo (das ist der mit dem roten Irokesenschnitt) gibt sich für den Werbespot Vodafone 2.0 her

Am 08. Juli 2009 stellte Vodafone seine neue Marketing-Strategie vor. Auf einer Pressekonferenz – live übertragen im Internet – präsentierte der Mobilfunkanbieter seinen Corporate Blog und die neuen Accounts bei Twitter und Facebook. Zweck des Ganzen ist, die „Generation Upload“ anzusprechen.

Gut gemeint, schlecht gemacht

Mit seinen Web 2.0-Instrumenten liegt der Konzern richtig, schließlich will er junge, netzaktive Menschen erreichen. Doch die Präsentation der neuen Kampagne namens “Es ist Deine Zeit” sorgte für mächtig Ärger bei den anwesenden Journalisten und Bloggern.

Die schreibende Zunft musste auf (er)niedrigen(den) Mini-Hockern absurdem Denglisch lauschen. Kritik und Fragen der Internetgemeinde, die ja live zugeschaltet war, wurden außen vor gelassen. Auch einen Tag nach der Pressekonferenz reagierte der Konzern nicht – obwohl er via Twitter und Co. genug Möglichkeiten dazu gehabt hätte.

Vodafone 2.0: Willkommen im echten virtuellen Leben

Etliche Blogs, wie von Handelsblatt oder PRlen, beschwerten sich lautstark über den verstolperten Start von Vodafone 2.0. Verständlich, schließlich ist das vielleicht wichtigste Stichwort der Netzgemeinde Vertrauen. Und wenn Presse- und Unternehmensvertreter sich über Phrasendrescherei anzubiedern versuchen, dann schafft das alles andere als wohlwollendes Vertrauen.

Doch ein anderes Kennzeichen des Web 2.0 ist es, Fehler machen zu dürfen. Ob Vodafone mit seinem getwittere und geblogge punkten wird, entscheiden die nächsten Schritte, also ob der Mobilfunkanbieter aus den gemachten Fehlern lernt und das auch kommuniziert.

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