EvangelischVZ

VZ bringt Kirche ins Web 2.0

Am Donnerstag 27 August 2009 von Thomas

Frohlocket! Bald alle Gläubigen im Netz der VZ-Spinne?

Frohlocket! Bald alle Gläubigen im Netz der VZ-Spinne?

Das ist mal ein Web 2.0-Vorstoß aus der besonderen Richtung. Während sich Unternehmen und Marketing-Strategen sonst gerne in den Communities dieser Welt anbiedern, hat das deutsche Netzwerk der VZ-Familie den Spieß einfach umgedreht.

Mehr zum Thema:
Neue Wege für Marketing und PR in Online Communities

Unklar: Wer oder was ist die Twitter-Zielgruppe?



Staatlich anerkannte Religionsgemeinschaften können sich bei StudiVZ, SchülerVZ und MeinVZ ein kostenloses Edelprofil zulegen. Die evangelische Kirche hat das Angebot schon angenommen.

Kostenlose Edelprofile für alle Gläubige! Wenn da mal nicht das Bundesverfassungsgericht den Grundsatz der Gleichheit im Web 2.0 anmahnen muss – aber davon war ja eh noch nie die Rede.

Beitritt zur Kirche per Klick

Ungleichheit ist nämlich teilweise das Umsatz-Geheimnis von Online-Netzwerken. Bei Xing heißt so was zum Beispiel Premium-Mitgliedschaft, bei VZ eben Edelprofil. Das Prinzip ist immer gleich: Für mehr Spielkram und Suchfunktionen wird Geld bezahlt – oder es werden religiöse Werte in die Waagschale geworfen.

Die ersten Edelprofiler bei VZ sind die Protestanten, deren Inhalte das Evangelische Medienhaus GmbH (Stuttgart) und das Evangelischen Jugendwerk in Württemberg liefern.

Damit sollen evangelische Christen in den VZ-Netzwerken Infos und Diskussions-Möglichkeiten bekommen. Es gibt einen Kirchenticker, ein evangelisches Streaming-Radio, Videobeiträge und ein Link zur Telefon- oder Chatseelsorge.

Außerdem können Abtrünnige über die VZ-Netzwerke den Wiedereintritt in die evangelische Kirche wagen. Ob dann Teile der Kirchensteuer als Umsatz bei VZ hängen bleibt, ist noch nicht bekannt.

Schlagworte: , ,

Kommentieren ist momentan nicht möglich.