Aufgelesen

Wein wird PR-Wachstumsmarkt

Am Mittwoch 27 Januar 2010 von Thomas

Die Auflagen der Wein-Zeitschriften befinden sich laut Medienberichten im Sinkflug. Auch die Anzeigenkunden wandern ab – und setzen lieber auf Public Relations.

Melancholisch aber inhaltsreich analysiert Weinakademie-Redakteur Michael W. Pleitgen die Marketing-Trends im Geschäft mit dem Traubensaft.

Pleitgen spricht von einer wahren Verkaufs- und Abonnenten-Schmelze bei den bundesdeutschen Weinzeitschriften: VINUM – 19,02 Prozent, Weinwelt -16,59 Prozent.

Allein mit dem Printsterben will sich Pleitgen als Erklärung jedoch nicht zufrieden geben. Stattdessen sagt er: „Qualität wird aus dem Markt gedrängt. …Trotz aller Beteuerungen der Verlage und auch zahlreicher Journalisten, beobachten wir, dass sich immer mehr Billig-Journalismus breit macht.“

Anzeigen-Budgets werden zu PR-Budgets

Und da auch die Werbeeinnahmen der Zeitschriften sinken, erkläre sich so die Zunahme der PR Beilagen und der PR gesteuerten Berichterstattung in der Wein- und Foodpresse. Aktuelle Beispiele: die E&T Weinschule sponsort by EDEKA oder der Weinteil des BEEF Magazins, in dem fast ausschließlich HAWESKO Weine vorkommen.

Das Geld der Anzeigen-Kampagnen werde also verstärkt in die PR fließen. Und dafür gebe es dank der EU auch noch Geld, wenn man sich thematisch auch ein wenig über Tourismus und Regionales ausließe.

Der umfangreiche und mit zahlreichen Beispielen gespickte Artikel steht hier auf den Seiten der Weinakademie.

Mehr zum Thema:
Nominelle Print-Anzeigenpreise konstant, Rabatte wahrscheinlich

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2 Kommentare zu “Wein wird PR-Wachstumsmarkt”

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