Analyse
Welche Produkte sich mit WM-Werbung vermarkten lassen
Am Sonntag 4 Juli 2010 von ThomasDeutschlands Marketing-Strategen lieben die Fußballweltmeisterschaft, weil sie Raum für viel Kreativität bietet. Aber viele gute Ideen gehen laut Experten leider unter.
Die Gesellschaft für Konsumforschung hat in Umfragen eine kleine WM-Konjunktur ausgemacht. Das Konsumklima sei seit knapp einem Jahr nicht mehr so gut gewesen, wie im Juni 2010.
Doch auch wenn die Verbraucher guter Dinge sind, nur wenige Produkte und Dienstleistungen lassen sich erfolgreich mit WM-Bezug vermarkten.
Poldi trifft nicht
Die Süddeutsche Zeitung präsentiert dazu Markus Voeth, Marketingprofessor an der Universität Hohenheim mit bedingt optimistischen Worten: Auch wenn viele große Marken, von Nivea mit Löw bis Volkswagen mit netten Schwarzweiß-Bildern alter Nationalspieler, Käufer zu mobilisieren suchten – vieles sei für die Katz.
Nur die Produkte, die auch was mit Fußball zu tun hätten, erlebten durch WM-Werbung auch einen Schub. Umfragen der Hohenheimer Forscher ergaben, dass Tourismusangebote und Textilien gut ankommen, während Lebensmittel, Finanzprodukte und Kosmetikartikel nur schlecht in einer WM-Kampagne zu kommunizieren seien.
Besonders schlechte Noten bekommt die Kampagne eines Solar-Anlagen-Anbieters namens Solarworld, in der Nationalspieler Lukas Podolski laut Forscher sein Gesicht für einen gänzlich wirkungslosen Werbespot hergebe.
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