Aufgelesen
Wenn eine Marke die Sprache erobert
Am Dienstag 24 November 2009 von ThomasWas die Sprachwissenschaft über Marken verrät, wird derzeit kaum erforscht. Das Handelsblatt hat aber ein schönes Beispiel ausgegraben, bei dem Wissenschaftler zeigen, was Vokabeln über BMW verraten.
Am Beispiel von BMW könne man sehr gut sehen, wie eine Marke in die Sprachstruktur der Menschen übergegangen sei, so Wissenschaftler.
Und das sei das Beste, was einer Marke passieren könne. Die Sprache verrate nämlich die Bedeutung bestimmter Marken im Leben der Menschen.
In einer kleinen aber feinen Studie über die sprachliche Funktionsweise und Wirkung einer Marke, befragten Wissenschaftler 84 Probanden zum Thema BMW.
Dabei assoziierten die Probanden auch Begriffe wie „rücksichtslos“, „Macho“ oder „Proll“. Ob das BMW gefällt: Die Wissenschaftler finden schon. Jedenfalls widersprächen diese Images nicht der vom Unternehmen angestrebten Marken-Identität.
Was heißt hier sportlich?
Prollige Machos seien zumindest keine Schlafmützen. „Dynamisch“ ist für BMW einer der zentralen „Markenwerte“ neben „herausfordernd“, „kultiviert“ und als Markenkern: „Freude“. Liebenswürdig müsse BMW nicht unbedingt wirken.
Der Mannheimer Marketing-Professor Hans Bauer ging ins Detail und analysierte die im Marketing von BWM entscheidende Vokabel „sportlich“.
Im Falle eines „sportlichen“ Wagens könne man unterscheiden zwischen der Interpretation als „der Aufrechte“ (respektvoll, fair, im Einklang mit sich selbst), „der Starke“ (schnell, kräftig) und „der Streiter“ (kompromisslos, streitlustig).
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Schlagworte: Guter Stil, Marketing, Studie

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